FBK-Bündnisse für Bildung

 

 

Kultur macht stark. Autorenpatenschaften  für Kinder und Jugendliche

 Bündnis für Bildung in Trier-Ehrang wird 2016 fortgesetzt

 

Das Friedrich-Spee-Gymnasium Trier, der Jugendtreff Ehrang-Quint e.V. und der Friedrich-Bödecker-Kreis Rheinland-Pfalz e.V. wollen auch 2016 im Rahmen des Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ das Bündnis für Bildung in Trier-Ehrang fortsetzen. „Die Nikolaus Koch Stiftung wird auch zukünftig das Projekt der Autorenpatenschaften unterstützen, weil wir davon überzeugt sind, dass durch die innovativen und kreativen Ideen der Autorenpaten zur Leseförderung und Literaturvermittlung Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung wesentlich gefördert werden“, betont Dr. Manfred Bitter, Vorstandsvorsitzender der Nikolaus Koch Stiftung, die seit 2013 das Projekt wesentlich fördert. „Denn die Kulturtechniken Lesen und Schreiben sind später nach der Schule von entscheidender Bedeutung im Beruf.“

In dem Bündnis 2016 sollen die sehr positiven Erfahrungen der letzten Jahre, die zusammenfassend in den beiden Bündnisbüchern „Autorenpatenschaften Nr. 7 und Nr. 13“ dargestellt werden, vertieft und ausgebaut werden. Im Sinne von Nachhaltigkeit sollen die Lesemotivation und die Lese- und Schreibkompetenzen der Kinder und Jugendlichen, die sich seit Jahren ausgesprochen positiv entwickelt haben, erhalten und weiter entwickelt werden. Dazu sollen auch die personalen Verbindungen der Kinder und Jugendlichen zu den Autoren des Bündnisses Stefan Gemmel, Manfred Theisen, Gisela Kalow, Uschi Flacke und Ibrahima Ndiaye, genannt Ibou, vertieft werden. Zusätzlich sollen die bestehenden Kontakte in die Ortsgemeinde Ehrang und die angrenzenden Ortsgemeinden ausgebaut werden.

Zum Start des neuen Bildungsbündnisses werden im April 2016 die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Grundschulen Biewer, Ehrang, Quint und der Leseclub und die Kulturbotschafter des Friedrich-Spee-Gymnasiums Trier mit dem Leseweltmeister Stefan Gemmel auf Abenteuer-Reise gehen und den Live-Mitschnitt für die neue CD „Im Zeichen der Zauberkugel“ miterleben.

Verantwortlich Malte Blümke, Projektleiter

 

Anlage: Foto. Leseweltmeister Stefan Gemmel stellt das neue Bündnisbuch „Autorenpatenschaften“ im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais vor.

 

 

 

„Autorenpatenschaften – Literatur lesen und schreiben mit Profis“ Eine Initiative des Bundesverbandes der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. (FBK):

„Kultur macht stark“. Unter diesem Motto fördert das Bundesministerium für Bildung und For- schung ab 2013 insgesamt 35 außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. (FBK) ist mit seiner Initiative „Autorenpatenschaften – Literatur lesen und schreiben mit Profis“ daran beteiligt. Die Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. verbindet die gemeinsame Aufgabe, Kinder und Jugendliche mittels aktueller Literatur zu bilden und stark zu machen. Dabei setzen sie auf persönliche Überzeugungskraft und Kompetenzen professioneller Literaten, die für eben diese Zielgruppen schreibend und vermittelnd tätig sind. In Form von Bündnissen für Bildung, gemeinsam mit lokalen Partnern aus dem Bildungs- und Kulturbereich, werden die FBKs in den Jahren 2013 bis 2017 bundesweit 30 „Autorenpaten- schaften“ durchführen – Mentoren-Programme, die insbesondere Heranwachsenden aus be- nachteiligten Bildungsschichten zugute kommen. Bei jeder einzelnen Patenschaft betreut ein Autor / eine Autorin bzw. ein Autorenteam eine Gruppe junger Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg, bringt ihnen Bücher nahe, animiert und bestärkt sie im Lesen, führt sie ans Schreiben und Publizieren eigener literarischer Texte heran. Denn wer Lesen und Schreiben einmal für sich entdeckt hat, hält daran fest und nutzt es für seine Zukunft! Die lokalen Bündnisse innerhalb der verschiedenen Bundesländer werden von den einzelnen Landesverbänden unterstützt, der initiierende Bundesverband der FBKs trägt die Durchführung des Projektes.

 

 

Lokale Bündnisse Jedes einzelne Bündnis muss mindestens 3 Partner haben: den Bundesverband als Initiator und zwei geeignete Partner vor Ort (z.B. eine Schule und eine Bibliothek oder einen Jugendclub oder ein Literaturhaus oder…). Der jeweilige Landesverband kann als zusätzlicher Bündnispartner fungieren. Interessenten auf lokaler Ebene können sich bei der Projektleitung oder dem lokalen Bundesverband melden, um die Möglichkeit der Gründung eines Bündnisses vor Ort klären. Projektteilnehmer werden mit Hilfe der Partner gefunden und über das Angebot informiert. Die Autorenbegegnungen / Lesungen, welche den Auftakt jeder Einzelmaßnahme bilden sind eine unverbindliche Möglichkeit des Erstkontaktes für interessierte Teilnehmer/-innen – wecken die Neugier und Mitmachlust der Heranwachsenden. Die anvisierten Schulen sind, je nach den Bildungssystemen der Länder, Haupt- und Förder- schulen, Integrierte Gesamt- oder Gemeinschaftsschulen, häufig Ganztagsschulen, sowie Grund- und Oberschulen. „Autorenpatenschaften“ sollten lokale Bündnisse anregen, weiterführende und möglichst nachhaltige Projekte zu initiieren und durchzuführen. Ziel der Initiative ist es auch, lokale Netzwerke zu stärken. Zwischen dem Bundesverband und den einzelnen Bündnispartnern werden schriftliche Ko- operationsvereinbarungen getroffen.

Maßnahmen: Entscheidende Voraussetzung für alle möglichen Aktionen ist die Zusätzlichkeit der Maßnahme: - die inhaltliche Ausgestaltung der Maßnahme darf sich nicht mit bisherigen Projekten des jeweiligen Bündnispartners decken - mit der Maßnahme werden neue Zielgruppen angesprochen, zudem muss es sich explizit um außerschulische Angebote handeln. Schulen können Teil eines Bündnisses für Bildung sein und somit Kooperationspartner bei außerschulischen bzw. außerunterrichtlichen Bildungsmaßnahmen für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Sinne des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. - Mittelempfänger und Veranstalter der Autorenpatenschaft ist ein außerschulischer Träger, nicht die beteiligte Schule - die Autorenlesungen und Schreibwerkstätten sowie andere Aktionen finden außerhalb der Unterrichtszeiten statt - die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an der Maßnahme ist freiwillig - die Maßnahme wird verantwortlich vom außerschulischen Träger geplant und durchgeführt - Projekttage oder Projektwochen von Schulen können nicht durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ gefördert werden

 

 

Zielgruppe: Die Autorenpatenschaften richten sich an Kinder ab 8 Jahre und Jugendliche bis 18 Jahre. Zum Konzept der Autorenpatenschaften gehört es, die Zielgruppen nicht aus ihren gewohnten Umfeldern herauszulösen, sondern in ihren Kreisen mit Altersgefährten/-innen zu belassen. Die regionalen und lokalen sozialen Milieus sind ausschlaggebend sowohl für die Auswahl der Partner/-innen als auch das Erreichen der intendierten Zielgruppe. Die konkrete Zielgruppe einer jeden einzelnen Maßnahme wird durch die jeweiligen Bündnispartner vor Ort genau definiert und festgelegt, so dass eine altersspezifische Zusammenarbeit möglich wird. Der Lernvorgang eines jeden Kindes ist aktiv, individuell und eigenständig – aber abhängig von der sozialen und medialen Lernumgebung. In der Schaffensphase liegt das Augenmerk der Werkstattgestalter/-innen auf Kindern und Jugendlichen, die verstärkte Aufmerksamkeit benötigen: Literaturvernachlässigte Kinder- und Jugendliche, leseungewohnte Kinder und Jugendliche, Leseverweigerer und Null-Bock-Typen. Es soll erreicht werden, dass gerade diese Teilnehmer/- innen sich auch in einer Schreibwerkstatt wohl fühlen, hier ankommen, etwas Eigenes schaffen und Erfolge spüren - ohne das Gefühl zu haben hier eine Sonderrolle einzunehmen.

Struktur und Aufbau der Autorenpatenschaften: Einstieg: Erste Autorenbegegnung als Schnupperkurs für potentielle Teilnehmer/-innen (Lesung und Autorengespräch) – erster Kontakt und informelles Kennenlernen Zweite Autorenbegegnung mit fortführender möglichst thematischer Lesung Arbeitsphase 1: Werkstatttage zum Schreiben inkl. Vorübungen, Besprechungen, Textbearbeitung und –Überarbeitung (an Wochentagen außerhalb des Unterrichts, an Wochenenden, in den Ferien, bei einer Lesenacht, o.ä.) Arbeitsphase 2: Verarbeitung des eigenen entstandenen Textmaterials in einer weiteren Kunstsparte zur Vertiefung der Arbeitsphase 1 (z.B. Theaterszene, Trickfilm, Comic, Buchillustration / Buchdruck u.v.a.m. – keine Verpflichtung) Arbeitsphase 3: gemeinsame Erarbeitung einer kleinen Publikation Abschluss der Einzelmaßnahme: öffentliche Lesung des Autorennachwuchses / Buchpremiere (öffentlichkeitswirksam) Werkstatttage können (mehrfach) an unmittelbar hintereinander liegenden Tagen stattfinden (z.B. in Ferien) oder sich über einen etwas längeren Zeitraum erstrecken (an bestimmten Wochentagen, Wochenenden). Begegnungen und Arbeitsphasen bauen aufeinander auf.

Die Anzahl der Module bzw. Einzelmaßnahmen wird wie folgt festgelegt: Bestandteil jeder Autorenpatenschaft sind 3 Lesungen (einführend und abschließend) und 15 Tage Schreibwerkstatt die flexibel über einen Zeitraum von maximal einem Jahr terminiert werden können. Pro Tag werden 5 Zeitstunden angesetzt, in denen der Autor aktiv mit der Gruppe

arbeitet. Pro Maßnahme können ein Autor oder mehrere Autoren/-innen als Gruppe wirksam werden. Die Gruppengröße kann von mindestens 5 bis maximal 25 Teilnehmer/-innen bei den Schreibwerkstätten schwanken. Eine Lesung kann mit ca. 50 Teilnehmer/-innen durchgeführt werden. Die Teilnehmerzahl bei den Schnupperkursen können den jeweiligen Umständen und Möglichkeiten entsprechend jeweils zwischen den Bündnispartnern vor Ort sowie dem Autor/der Autorengruppe festgelegt werden. Es ist vorgesehen, Bücher der jeweiligen Autorinnen und Autoren zum besseren Kennenlernen und zur Vertrauensbildung anzuschaffen und mit den Teilnehmer/-innen zu lesen und zu besprechen. Schreibwerkstatttage sollen durch geeignete und entsprechend qualifizierte pä- dagogische Fachkräfte (2-4 pro Maßnahme) begleitet werden. Erfahrene ehrenamtliche Le- seförderer sichern die notwendige Betreuung der Maßnahme (je nach Gruppengröße nach einem Betreuungsschlüssel von 5:1, d.h. 1-5 Ehrenamtliche/-r pro Maßnahme).

 

 

Anforderung an die Bündnispartner Bevor der Bundesverband Kooperationsvereinbarungen mit Bündnispartnern schließt, fordert er von diesen konkrete Angaben ab: Welche – mindestens zwei – Bündnispartner wollen vor Ort eine „Autorenpatenschaft“ durchführen? In welcher Kommune und mit welchen Einrichtungen? Welche Zielgruppen werden erreicht? Welche Autorinnen und/oder Autoren sollen Paten werden? Wie werden die einzelnen Patenschaftsprogramme konkret ausgestaltet? Wer fungiert als Ansprechpartner des jeweiligen Bündnisses vor Ort?

Unabdingbar ist, die Förderrichtlinien des BMBF anzuerkennen und zu beachten (s. www.buendnisse-fuer-bildung.de). Der Hinweis „gefördert vom BMBF“ (Logo) zusammen mit dem Logo „Kultur macht stark“ ist bei der Öffentlichkeitsarbeit prinzipiell zu verwenden. Eine Maßnahme darf nicht vor dem Vertragsschluss begonnen werden. Alle Ausgaben im Rahmen einer jeden „Autorenpatenschaft“ müssen mit dem vorgegebenen Kostenplan des FBK übereinstimmen und dem FBK entsprechend in Rechung gestellt werden. Die lokalen Bündnispartner haben dem FBK Ergebnisse aus den Schreibwerkstätten (Texte ggf. auch Filme, Hörbeispiele etc.) sowie Presse- und Bildmaterial für die Dokumentation der Maßnahme (je 1 Publikation pro Autorenpatenschaft) sowie zur Verwendung auf der Internetseite zur Verfügung zu stellen. Für diese Materialien müssen entsprechende Freiga- ben/Veröffentlichungsgenehmigungen der Teilnehmer/-innen bzw. ihrer Erziehungsberechtigten vorliegen.

Projektleitung: Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung Jürgen Jankofsky c/o Projektbüro van’t-Hoff-Str.1 06237 Leuna Tel: 03461-811894 Fax: 03461-809248 Mail: FBK-Kontakt@t-online.de

Für Informationen und Rücksprachen wenden Sie sich bitte an: Annette Wunderlich oder Lina Wunderlich Tel: 0345-68920338 Mail: info@boedecker-buendnisse.de

www.boedecker-buendnisse.de

 

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