Erstellen eines Adventskalenders – Winter- und Weihnachtszeit im Erzgebirge

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Projektdaten:

  • Titel: Erstellen eines Adventskalenders – Winter- und Weihnachtszeit im Erzgebirge
  • Bündnispartner 1: Grundschule Thalheim, Kantstraße 36, 09380 Thalheim/Erzgebirge
  • Bündnispartner 2: Heimatkundlicher Verein Thalheim/Erzgebirge e.V., Lutherstr. 12, 09380 Thalheim
  • Bündnispartner 3: Friedrich Bödecker Kreis im Freistaat Sachsen e. V., Neue Str. 1c, 04703 Leisnig
  • Autorenpatin: Claudia Curth, geb. 23.05.1974, 5 Kinder, selbständig seit 20 Jahren, geschichtsinteressiert, erzgebirgsbegeistert, gibt Wissen über die Heimat an Publikum sämtlicher Altersklassen weiter. Die Autorin hat mit den Erzgebirgsmärchen einen Weg gefunden das geschichtliche Wissen über das Erzgebirge märchenhaft zu verpacken.
    Aktuell gibt es zwei Bände der Erzgebirgsmärchen inkl. Hörspiel-CD. Im Herbst 2021 wird die Mundartversion der Erzgebirgsmärchen als Sonderedition erscheinen. Der erste Band erschien im Oktober 2019 und war bereits sehr erfolgreich.
    Die Autorin lebt selbst im Erzgebirge. Sie hat 2017 für ihre ehrenamtliche Tätigkeit für das Erzgebirge den Bürgerpreis (Erzgebirge) erhalten. „Mir ist wichtig für die Kinder Wurzeln zu schaffen und den Erwachsenen die umfangreiche Geschichte des Erzgebirges näher zu bringen.“
  • Zeitraum: 15.05.2021 - 30.06.2021
  • Format: Modul 3 (kurzzeitig)
  • Ort: Thalheim
  • Bundesland: Sachsen
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 239


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Presse

  • Folgt

Download des Buchs (PDF)

Für diese Maßnahme ist auf Grund der kurzen Dauer keine Publikation vorgesehen. Texte und Bilder des Projektes finden Sie weiter unten.

 

Projektbeschreibung

Die Grundschüler werden mit diesem Projekt mehr über das Leben in der Vergangenheit erfahren. Dazu werden 24 Kurzgeschichten entstehen, die die Grundschüler zusammen mit der Künstlerin (Yvonne Suche, Bodyarts) illustrieren werden.
Ein ganz besonderer Adventskalender aus Holz und Papier/Pappe wird daraus entstehen, der in der Schule verbleiben wird. Mit dem Kalender wird eine Verbindung zur Geschichte und dem Leben in der damaligen Zeit im Erzgebirge geschaffen.

Eine Familie mit festen Handlungspersonen, die zusammen erarbeitet werden, wird diese 24 Kurzgeschichten erleben. Auch wenn die Inhalte vorgegeben werden, sollen die Kinder selbst sich Kurzgeschichten zu diesen geschichtlichen Vorgaben ausdenken.

Wie hat man im Erzgebirge die Wohnungen in der kalten Jahreszeit vor Kälte geschützt?
Zu diesem Thema entstehen zwei Kurzgeschichten. Eine zum Thema Doppeltür. Und eine zum Thema Doppelfenster.

Was war eine Wäschemangel und wie wurde diese zur damaligen Zeit genutzt?
Es wird auf die großen Mangeln eingegangen, die sich teilweise in den Kellern von Mietshäusern befanden. Die Menschen sind mit einem großen Handwagen, der mit Bettwäsche, Tischwäsche oder Geschirrtüchern beladen war, einmal oder zweimal im Monat zum Mangeln gefahren.

Wie hat man zur damaligen Zeit Holz geholt, als es noch keine Pkws in den Haushalten gab?
Gehwege (Bürgersteige) gab es nur sehr selten. Die Menschen sind mit einem großen Handwagen auf der Fahrbahn gelaufen, der voll mit Holz beladen war. Große Holzstücke wurden mit einem Hackstock im Hof des Wohnhauses klein gehackt und in die Sonne zum Trocknen gelegt. Kohlen wurden angeliefert und mussten mit Eimern in den Keller geschafft werden. Bei manchen Häusern wurden die Kohlen direkt zum Kellerfenster in den Keller geworfen.

Wie wurde in der Weihnachtszeit gebacken?
Die Menschen hatten oftmals Gasherde. Mit Gasbacköfen konnte man sehr schlecht backen. Somit fertigten die Menschen nach ihren Familiengerichten die Stollen zu Hause an und brachten mehrere Stollen zum Bäcker ihrer Wahl, der diese dann gebacken hatte. Das man die Stollen nicht verwechselte, kamen Namensschilder in die Stollen. Diese hatten eine dreieckige Form und waren meist aus Aluminium. Der Name war eingraviert.

Wie hat man damals zu Hause gebadet?
Ein Bad hatten nur die wenigsten Häuser. Dieses befand sich meist im Keller und nur die Familie des Hauseigentümers konnte dieses nutzen. Die Mieter hatten große Wannen aus Zink. Diese waren schon im Leerzustand sehr schwer. Wenn gebadet wurde, dann stellte man diese in die Küche. Dort wurde mit großen Töpfen das Badewasser erwärmt. In den Kellerbädern gab es oftmals einen Badeofen. Dieser wurde beheizt, um das Wasser zu erwärmen.

Wenn es kein Bad gab, wo waren die Toiletten?
Es gab Trockentoiletten. Dies sind Toiletten ohne Wasserspülung, die sich oftmals im Treppenhaus eine halbe Etage tiefer, als die Wohnung befanden. Es gab auch Hauser da waren diese in Schuppen im Hof untergebracht. Nachts nahm man deshalb meist einen Nachttopf, der am Bett stand und den man am Morgen entleerte. Diese Trockentoiletten, auch Plumsklos genannt, hatten den Nachteil, dass diese im Sommer sehr stanken und im Winter bei starken Minustemperaturen einfroren. Da blieb den Menschen oftmals nur ein einziges Plumsklo im Keller, auf das die ganze Hausgemeinschaft gehen musste.

Männeln wecken – was ist da?
Im Erzgebirge werden nach dem Totensonntag die Holzmännlein und die Weihnachtsdekoration vom Dachboden geholt und aufgestellt. Die Beleuchtung der Schwibbögen wird meist am Freitag oder Samstag vor dem ersten Advent angeschaltet. Manche Menschen, die es nicht erwarten können, schalten diese schon am Montag nach dem Totensonntag ein. Somit verwandelt sich das Erzgebirge an den Tagen bis zum 1. Advent zum Lichtermeer. Das ist weltweit einzigartig. Deshalb bezeichnet man das Erzgebirge auch als Weihnachtsland. Bis zum 02. Februar (Maria Lichtmess) bleibt diese dann erleuchtet.

Der alte Räuchermann Emil
Unter den geweckten Holzmännchen befand sich auch ein Räuchermann, der schon sehr alt war. Dazu werden sich die Kinder sich selbst etwas überlegen.

 

Bilder

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Texte der Autorenpatenschaft Nr. 239

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