Freundschaft und mehr…

parallax background
 

Projektdaten:

  • Titel: Freundschaft und mehr…
  • Bündnispartner 1: Münchner Stadtbibliothek, Deisenhofener Str. 20, 81539 München
  • Bündnispartner 2: Mittelschule an der Ichostraße, Ichostraße 2, 81541 München
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis in BAYERN e. V., Hecken 22, 85461 Bockhorn
  • Autorenpate: Dirk Walbrecker
  • Zeitraum: 01.01.2018 - 31.12.2018
  • Format: Modul 1 (ganzjährig)
  • Ort: München
  • Bundesland: Bayern
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 86


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 86

Cover der Autorenpatenschaft Nr. 86

 

Projektbeschreibung

Das Projekt-Thema FREUNDSCHAFT UND MEHR soll den TeilnehmerInnen einen altersgemäßen Anreiz geben, sich intellektuell, interaktiv, mündlich + schriftlich mit einem der wesentlichsten zwischenmenschlichen Werte zu beschäftigen. Einstieg werden die angebotenen Lesungen mit entsprechender Thematik sein. In der nächsten Phase soll intensiv + individuell angepasst entsprechende Literatur gelesen werden + anschließend im Plenum vorgestellt werden.

Schon in der Frühphase der Werkstatt werden alle TeilnehmerInnen ein Tagebuch überreicht bekommen, das sie eigenständig individuell gestalten können – sowohl kreativ-bildnerisch als auch mit Sprachlichem aller Art.In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass aus pur pädagogischen Gründen alle Jugendlichen dazu angehalten sind, ihre Texte handschriftlich festzuhalten ... die bekannte Verbindung von Herz + Hand(schrift)!

Zu den „Werken“: Das Thema FREUNDSCHAFT bietet natürlich jedem Teilnehmer reichlich Stoff für sprachliche Gestaltung verschiedenster Art: Lyrik + Song, Tagebuch, Brief, Erzähltes in verschiedenster Form ... Außerdem können Theater- + Film-Szenen entstehen – eine bewährte Ausdrucksform vor allem auch für diejenigen, die im Bereich von Prosa aus diversen Gründen Schwächen haben.

Ergänzend zum sprachlichen Ausdruck wird es auch reichhaltig Gelegenheit geben, sich bildnerisch auszudrücken – nicht nur im Tagebuch. Eine hoch kompetente Designerin wird einen Teil der Werkstatt begleiten + entsprechend ihrer Qualifikation spezielle gestalterische Anregungen geben.

 

Bilder

Für diese Autorenpatenschaft liegt uns leider kein digitales Bildmaterial vor. Schauen Sie doch mal in das entstandene Buch!

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 86


Meine Freundschaft mit Haustieren

Eines Tages, als ich ungefähr vier oder fünf war, hatte ich nur einen Kater. Ich hatte ihn schon, seit ich nicht mal auf der Welt war – und außerdem einen Vogel.

Ich war fünf Jahre alt, als mein Kater leider sehr krank wurde. Er war schon zwölf Jahre alt. Meine Mutter und ich waren zu Hause und mussten mein liebes Haustier in die Tierklinik bringen, wo ich und meine Mutter unten warteten. Da habe ich sie gefragt, ob mein Kater sterben muss. Meine Mutter verneinte, weil sie nicht sagen wollte, dass er sehr sehr krank war und er vielleicht sterben musste.

Als wir drankamen, hat mein Kater eine Spritze bekommen, weil er eingeschläfert werden musste. Als wir das erfuhren, mussten meine Mutter und ich weinen.

Später, als wir zu Hause waren, haben wir den Katzenkorb in den Keller getan. Wir sind raufgegangen und waren sehr sehr traurig. Meine Schwester und mein Bruder trösteten uns.

Ein paar Wochen oder Monate später waren mein Bruder und ich zu Hause und wir haben meine Mutter angerufen und gefragt, wo sie sei. Sie hatte sich eine Überraschung ausgedacht und nur so gesagt, sie und meine Schwester seien gerade beim Einkaufen. In Wirklichkeit waren sie aber an einem Bauernhof und haben einen Babykater gekauft.

Nach ein paar Stunden kamen meine Mutter und meine Schwester nach Hause und ich habe mich gewundert, wieso sie den Katzenkorb dabei hatten.

Und tatsächlich war da ein neuer Kater!

Wir haben so viel miteinander gespielt …

Als ich ungefähr neun Jahre alt war, habe ich mir eine Mädchen-Katze gewünscht. Eines Tages gingen ich und meine Schwester Dijana und ein paar Freunde zum Spielplatz. Und was passierte? Im Gebüsch hatte sich etwas bewegt und der Bruder meiner Freundin fand tatsächlich eine Katze!

Dijana hat sie mit nach Hause genommen. Dort hat sich mein Kater überhaupt nicht gefreut: Er wollte sie nicht haben!

Aber ein paar Tage später haben die beiden Katzen sich doch noch angefreundet. Sie griffen sich zwar gegenseitig an, aber es war nur ein Spiel und kein Streit.

Mein Kater will immer fressen und fressen und lässt meine andere Katze nicht ran. Deshalb füttere ich sie meistens als erste und dann erst meinen Kater. Ich bin sehr froh, dass ich zwei Katzen habe!

Meine Mädchen-Katze schläft immer mit mir oder mit Dijana und mein Kater bei meiner Mutter und meinem Vater. Wir sind alle echt gute Freunde.

Ja, ich wollte schon immer eine Mädchen-Katze haben und es hat sich zum Glück erfüllt. Sie heißt übrigens Maja. Natürlich liebe ich auch meinen Kater – er heißt Lela. Wir werden immer zusammen spielen.

Dajana Markovic, 11 Jahre, München


Meine erste Freundschaft

Hallo, mein Name ist Anna. Ich bin zwölf Jahre alt. Ich komme aus Bosnien und Kadija auch.

Du wunderst dich bestimmt, wer das ist!

Kadija ist meine beste Freundin, die ich liebe. Sie ist einfach meine Welt, wir kennen uns seit dem Kindergarten. Sie ist lustig, hübsch, lieb und nett. Sie ist jetzt auch zwölf.

Leider gehen wir nicht in die gleiche Schule, aber wir treffen uns jeden Tag. Wir sind einfach wie Schwestern. Sie hat mal in meine Hand gebissen, als wir kleine Kinder waren. So haben wir uns kennengelernt.

Eines Tages hatte ich erfahren, dass ich nach Deutschland fahren muss. Ich war echt traurig, dass ich sie verlassen musste.

Nach ein paar Monaten habe ich gehört, dass Kadija eine neue Freundin hat. Ihr Name war Zona …

Zwei Wochen später bin ich nach Bosnien gefahren. Ich hatte sie im Internet gesehen und habe sie dann kennengelernt. Ich wusste vorher nicht wer Zona ist und dann habe ich sie wiedererkannt. Sie hatte mich in der ersten Klasse mal geschubst. Ich war hingefallen und hatte mir ein Bein gebrochen.

Daher sagte ich zu Kadija: „Sie ist nicht gut für dich!“

Kadija erwiderte: „Doch, glaub mir!“

Ich stotterte: „Aaaaber …“

Kadija sagte: „Anna, ich schwöre, sie ist gut!“

Ich antwortete: „Ok, wie du meinst. Aber vergiss nicht, was ich dir gesagt habe!“

Dann, nach ein paar Tagen bin ich nach Deutschland zurückgefahren. Da rief mich Kadija an und ich war überrascht.

Sie sagte, dass Zona schlecht ist und dass sie auf mich hätte hören sollen.

Kadija hat sich tatsächlich entschuldigt! Und nach ein paar Tagen waren wir wieder beste Freundinnen.

Jasminka Hodzic, 13 Jahre, München


An Dijana!

Hey Dijana, ich muss dir was erzählen.

Also gestern war ich in der Stadt und ich habe viel Angst bekommen, weil da waren sieben Polizeiautos und drei Krankenwagen. Ich ging aber weiter und habe ein Restaurant entdeckt. Ich ging da rein und aß Pommes. Ich habe nach dem Essen bezahlt und habe den Kellner gefragt, ob er was von dem Unfall oder halt was passiert ist weiß. Er meinte, da wären fünf Räuber mit Waffen unterwegs. Ich war unter Schock: Ich habe mein Handy herausgeholt und ein Taxi gerufen. Der Taxifahrer kam und fuhr mich nach Hause. Das waren 10 Kilometer. Er meinte: „136 Euro!“ Ich hatte aber nur zehn Euro dabei, das war peinlich. Ich holte schnell das Geld aus meiner Wohnung und bezahlte. Es war schon 21.20 Uhr. Ich ging schlafen, weil ich durch die Pommes satt genug war. Ich habe von einem Sniper geträumt und: „Peng!“ erschoss er mich. Ich stand um 3.30 Uhr nachts auf und habe bemerkt, dass das nur ein Traum war. Ich schlief wieder ein.

Mein Wecker klingelte um 7.00 Uhr und da stand ein Mann vor mir. Das war kein Traum!

Bitte komm und hilf mir!

Michaela Brkic, 11 Jahre, München

parallax background
Wir haben ihr Interesse geweckt?

Werden Sie
Unterstützer

Wir freuen uns immer über hilfreiche Unterstützung, die es uns ermöglicht unsere Projekte fortzusetzen. Wenn Sie also Unterstützer werden wollen, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme freuen.