Mach ein Drama draus!

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Projektdaten:

  • Titel: Mach ein Drama draus!
  • Bündnispartner 1: KLAK Verlag, Manitiusstr. 15, 12047 Berlin
  • Bündnispartner 2: Jugendkunstschule Fri-X Berg, Tempelhofer Ufer 18- 19, 10963 Berlin
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis im Land Berlin e.V., Falckensteinstraße 34, 10997 Berlin
  • Autorenpatin: Rike Reiniger arbeitet seit vielen Jahren als Regisseurin und Autorin für Theater im deutschsprachigen Raum. Ihre Stücke wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, in verschiedene Sprachen übersetzt und stehen regelmäßig auf Spielplänen der Theater in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Italien, Ungarn und der Türkei. Sie wird vertreten von den Verlagen henschel schauspiel (Berlin) und Theaterstückverlag (München).
  • Zeitraum: 01.01.2019 - 31.12.2019
  • Format: Modul 1 (ganzjährig)
  • Ort: Berlin
  • Bundesland: Berlin
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 137


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 137

Cover der Autorenpatenschaft Nr. 137

 

Projektbeschreibung

Situationen aus dem Alltag der Teilnehmer*innen werden in Form von szenischen Miniaturen prägnant verdichtet. Dafür suchen sich die Teilnehmer*innen zunächst Orte aus, an denen sie Gespräche oder Geräusche hören und Handlungen oder Ereignisse beobachten möchten. Das kann der eigene Hinterhof sein oder die Schlange vor dem Kino, der U-Bahnhof spät am Abend oder früh am Morgen, ein Museum, eine Baustelle, der Bundestag, eine Gerichtsverhandlung oder die Pause auf dem Schulhof. Die Erlebnisse werden im Hinblick auf ihr Potential für eine kurze und prägnante Szene hin untersucht und dann als Mini-Drama literarisiert. Zum Abschluss sollen die Mini-Dramen sowohl in einem Buch veröffentlicht, als auch auf der Bühne präsentiert werden.

 

Bilder

Für diese Autorenpatenschaft liegt uns leider kein digitales Bildmaterial vor. Schauen Sie doch mal in das entstandene Buch!

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 137


Das Überraschungs-Ei

Von außen, gleichmäßige dunkle Schokolade.

Von innen, überraschend! Wie ich.

Vielleicht erkennt man meinen Charakter (mein Inneres) durch mein Aussehen (mein Äußeres) etwas. Doch niemand, wirklich niemand, weiß was wirklich in einem steckt. Auf den einen oder anderen wirke ich durch einen eher schlichten Kleidungsstil eher ruhig.

Doch wer mich gut genug kennt, der weiß, wie verrückt die eigentliche Celin sein kann.

Genauso ist es bei einem Überraschungs-Ei auch. Durch die standardmäßige Verpackung stellt sich meist die Frage, was da wohl drinnen ist. Doch erst, wenn die Schale ab und die Schokolade vernascht ist, erkennt man die Überraschung. Vielleicht gefällt dem einen oder anderen das Innere nicht. Dem einem kann es zu süß, dem anderen zu mild schmecken.

Nicht jeder mag denselben Inhalt.

Celin, 13 Jahre, Berlin


Koffer-Liebe

Plötzlich sah ich diesen großen, schweren Koffer, der an mir vorbeirollt. Warte mal, gehörte der nicht mir? Oh Scheiße. Das war mein Koffer! Ich rannte dem Koffer hinterher. Andauernd kamen Menschen aus ihren Kabinen. „Achtung, Koffer im Anmarsch!“, musste ich andauernd schreien. Fast hätte mein Koffer eine alte Dame umgeworfen. Nicht einmal ein großer Bodybuilder konnte mein Koffer aufhalten. Wieso habe ich auch so viel eingepackt? Na ja, das Essen hätte ich vielleicht zu Hause lassen können. Nein, hätte ich nicht. Egal. Scheiße, die Frau ist umgefallen. Mist, aber ich muss doch den Koffer kriegen. Mit einem „Tut mir leid“, rannte ich dem Koffer hinterher. Am Ende des Zuges stand eine brünette Frau. Als ich sie sah, war ich hin und weg. Ohne dass ich es merkte, kam der Zug zum Stehen. Und somit auch mein Koffer. Doch als ich mich dem Koffer näherte, sah ich, dass es gar nicht meiner war, sondern dass er einer gewissen Lisa Quick gehörte! „Ah, Danke, dass Sie meinen Koffer …, na ja, eingefangen haben.“ Es war die wunderschöne brünette Frau.

Und so, meine Kinder, habe ich eure Mutter kennengelernt.

Alexandra, 18 Jahre, Berlin


Alles dabei

„Heimat, deine Schnauze“ ist ein Stück, das für jeden etwas zu bieten hat. Für die Nachwuchs- und „Möchtegernpolitiker“ werden gesellschaftlich kritische Fragen aufgegriffen, die zum Beispiel die Flüchtlings-Debatte thematisieren. Aber auch die Musikfans kommen auf ihre Kosten, denn vom Partysound, über fröhliches Jodeln, bis zu tanzenden Kartoffeln ist wirklich alles vertreten. Und für die Unterhaltung ist natürlich auch gesorgt. Man nehme den im Kreis hüpfenden Hirsch, der von einem Wilderer verfolgt wird, der einen Förster im Nacken sitzen hat, dem wiederum eine Frau hinterherläuft. Netter Anblick, ganz ehrlich. Es besteht nicht einmal die Gefahr, dass einem die Beine einschlafen, da man mit den Schauspielern während des Stückes von Raum zu Raum wechselt. Alles in allem ist es also eine großartige Inszenierung, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Megan, 16 Jahre, Berlin


Aufmerksamkeit

Er: Ich finde, der Alexanderplatz ist viel zu voll.

Ich: Ich mag es. Da hat man das Gefühl, dass man etwas Besonderes ist.

Er: Die Menschen sind nicht deinetwegen hier.

Ich: Das weißt du nicht. Hast du sie gefragt?

Er: Nein. Ich weiß es, weil sie dich ignorieren.

Ich: Sie wollen nur höflich sein.

Er: Glaubst du das wirklich?

* Ich schüttele den Kopf. *

Ich: Haben wir noch Hühnchen?

Annalena, 15 Jahre, Berlin

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