In alle vier Himmelsrichtungen

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Projektdaten:

  • Titel: In alle vier Himmelsrichtungen
  • Bündnispartner 1: Grundschule am Botanischen Garten, Bergstraße 122, 15230 Frankfurt (Oder)
  • Bündnispartner 2: Stiftung SPI - Horthaus "Nordlicht", Bergstraße 123, 15230 Frankfurt (Oder)
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis im Land Brandenburg e.V. , Fliederweg 1 e, 15344 Strausberg
  • Autorenpatin: Carmen Winter wurde 1963 in Wriezen im Oderbruch geboren. Über den Studienort Berlin führte sie ihr Weg zurück an die Oder in die Grenzstadt Frankfurt. Hier lebt und schreibt die Germanistin seit 1988. Im Kunstverein, im Kleist-Museum und als Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einem sozialen Verband sammelte sie Berufserfahrungen, ehe sie sich 1999 selbständig machte. Lag der Schwerpunkt ihrer Arbeit zunächst im Journalismus und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sind inzwischen Buchpublikationen in den Vordergrund gerückt. Ihre Texte sind auf CD und in Blogs erschienen. Als Dozentin für kreatives Schreiben gibt sie ihre Erfahrungen weiter. Sie führt Schreibwerkstätten mit Schülern und Erwachsenen durch und war im Lehrauftrag an der Universität Viadrina tätig. 2015 bis 2020 leitete sie an der Volkshochschule Frankfurt (Oder) das Grundbildungszentrum.
  • Zeitraum: 01.02.2021 - 30.09.2021
  • Format: Modul 2 (halbjährig)
  • Ort: Frankfurt (Oder)
  • Bundesland: Brandenburg
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 308


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 308

Cover der Autorenpatenschaft Nr. 308

 

Projektbeschreibung

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Grundschule. Von ihr ausgehend wird in allen vier Himmelsrichtungen die nähere Umgebung der Schule erkundet. Was sehe ich, wenn ich aus dem Fenster schaue? Was befindet sich hinter dem Schulhof? In welche Himmelsrichtung muss ich mich bewegen, wenn ich nach Hause gehe? Ausgehend von den Erkundungen in allernächster Nähe wird der Bewegungs- und Gedankenkreis ausgedehnt. Welches sind die Orte, an denen die Kinder ihre Freizeit verbringen? Wohin reisen sie mit den Eltern und woher kommen die Schulfreunde? Wohin können Phantasiereisen unternommen werden?
Wir arbeiten mit Stadtplänen, in die Wege und Orte eingetragen werden. Zunächst wird ein Ort in der unmittelbaren Umgebung mit allen Sinnen erkundet. Wie hört sich der Schulflur an oder der Pausenhof? Was gibt es zu sehen, schmecken, riechen, fühlen? Die Schüler*innen lernen verschieden kleine literarische Formen kennen, mit denen sie ihre Gedanken aufs Papier bringen können. Es wird zum spielerischen Umgang mit Sprache angeregt. Im nächsten Schritt wird ein Reisetext geschrieben. Wer reist mit wem wohin? Was passiert unterwegs? Die Schüler*innen überarbeiten ihre Texte, sie geben sich gegenseitig Feedback. Mit den ersten Erfahrungen aus der Textarbeit wird weitergearbeitet. Ein phantastischer Stadtplan entsteht und ein oder mehrere Texte, die in der Phantasie-Stadt angesiedelt sind.
Die Schüler*innen sollen in ihrem eigenen Tempo arbeiten können. Ziel der Arbeit soll sein, dass sie ihre unmittelbare Umgebung bewusster wahrnehmen und besser in der Lage sind, ihre Ideen zu formulieren. Außerdem lernen die Schüler*innen die Abläufe der Buchproduktion kennen.

 

Bilder

Für diese Autorenpatenschaft liegt uns leider kein digitales Bildmaterial vor. Schaut gerne mal in das entstandene Buch!

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 308


Die Geschichte der fünf Sinne

In der Wildnis riecht man milden Duft.
Dort hört man Vögel, Blätter und das Knacken der Äste.
Man sieht Blätter, Baumstämme, Moos und Erde.
Wenn man einen Stein anfasst, fühlt man wie rau dieser Stein ist.
Wenn man Gras isst, schmeckt es bitter.

Florian Delof, 10 Jahre


Erkältung

Max und ich waren erkältet. Es war eine Qual. Die Nase lief, der Hals kratzte und wir husteten und husteten. Wir waren zu schwach, um zu spielen. Meine Mutter sorgte sich und fragte: „Braucht ihr Hustensaft und einen warmen Tee?“
Als meine Mutter mit dem Tee zur Tür hereinkam, bemerkte ich, dass auf dem Rand der Tasse eine kleine Fee saß. Sie hatte rote lange Haare, eine Stupsnase, ein liebes Lächeln und ein wunderschönes blaues Kleid, so blau wie der Himmel. Die Fee säuselte: „Was kann ich für euch tun?“
„Uns geht es so schlecht, wir wünschen uns, dass es uns wieder besser geht.“
„Euer Wunsch ist mir Befehl“, antwortete die Fee, „aber nur, wenn ihr nicht mehr so oft PS 4 spielt.“
Da es uns so schlecht ging, willigten wir ein. Die Fee wurde unsichtbar und Max und ich waren plötzlich wieder gesund. Nur unser Versprechen hielten wir nicht ein. Es kribbelte und zog in unseren Gesichtern. Als wir in den Spiegel schauten, sahen wir lange Nasen in unseren Gesichtern.
So kann es einem passieren, wenn man Versprechen bricht. Und die Lektion von der Geschichte ist: Versprich nicht, was du nicht halten kannst.

Ahmed Said Draxman, 10 Jahre


Der verrückte Traum

Es war einmal ein Mädchen, das hatte viel Fantasie. Die meiste Fantasie fand bei ihr in den Träumen statt. Vor zwei Tagen hatte sie einen verrückten Traum. In diesem Traum war ein Schatten. Der Schatten hatte noch nie im Lotto gewonnen. Er hat sich irgendwann gesagt: Nur noch einmal. Aber er wusste: Ich werde eh nicht gewinnen. Aber tatsächlich, er hat gewonnen. Erst dachte er, es gibt eine Verwechslung. Aber als er es endlich gecheckt hatte, war die nächste Frage: Was hab‘ ich denn eigentlich gewonnen? Da sagte ein Mann: „Sie haben eine Kreuzfahrt durch eine Schokoladenfabrik gewonnen.“ Da freute sich der Schatten und hat die Kreuzfahrt genossen.

Berenice Fink, 9 Jahre
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