Schätze aus der Wunderkammer, dem Geheimnis auf der Spur

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Projektdaten:

  • Titel: Schätze aus der Wunderkammer, dem Geheimnis auf der Spur
  • Bündnispartner 1: Museum Schloss Lübben, Ernst-von-Houwald-Damm 14, 15907 Lübben
  • Bündnispartner 2: KJV e.V. – Jugendarbeit im Herzen Brandenburgs, Hochschulring 2, 15745 Wildau
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis im Land Brandenburg e.V., Große Müllroser Straße 71, 15232 Frankfurt (Oder)
  • Autorenpatin: Malin Winter, Jahrgang 1992, ist seit dem Studium der Literatur- und Kulturwissenschaft und Public History in Hagen, Berlin und Tokyo als freie Museumspädagogin, Übersetzerin (japanisch-deutsch) sowie als Autorin vorwiegend didaktischer Erzählmedien für Kinder und Jugendliche tätig. Während ihrer langjährigen Tätigkeit für die Museen Tempelhof-Schöneberg verfasste sie ausstellungsaufbereitende Materialien und Hörspieltexte für Museumspodcasts und Audioguides. Die Kulturwissenschaftlerin/Museumspädagogin konzipiert und leitet seit mehreren Jahren Workshops für Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Schwerpunkten. 2021 war sie beispielsweise bereits als inhaltliche Begleitung und Mitherausgeberin eines einjährigen „Wörterwelten“- Moduls für den Friedrich-Bödecker-Kreis tätig.
  • Zeitraum: 01.10.2021 - 30.11.2021
  • Format: Modul 3 (kurzzeitig)
  • Ort: Lübben
  • Bundesland: Brandenburg
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 315


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Für diese Maßnahme ist auf Grund der kurzen Dauer keine Publikation vorgesehen. Texte und Bilder des Projektes finden Sie weiter unten.

 

Projektbeschreibung

In der Schreibwerkstatt werden Kinder die Geschichte der Wunderkammer und die Geschichten einiger der begehrtesten Objekte darin kennenlernen und sich selbst damit in Beziehung setzen.  Hierfür werden unterschiedliche Ausdrucksformen wie kreatives Schreiben, aber auch  künstlerische Umsetzungen genutzt, um die Kinder zu ermuntern, sich kreativ mit der Thematik und den vielen damit verbundenen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Geschichte, insbesondere wenn sie perspektivisches Augenmerk auf elitäre Machtstrukturen und deren historische Repräsentationen legt, stellt für Kinder nicht automatisch ein reizvolles Beschäftigungsfeld dar. Gerade für Kinder, denen es aufgrund ihres sozialen Umfeldes schwer fällt, Anknüpfungspunkte zwischen Akteur:innen der Geschichte und der eigenen Biografien zu finden, bleibt ein wichtiger selbstreflexiver Zugang zur Vergangenheit versperrt.

Ein lokaler Bezug soll helfen, Geschichte als Ereignisse vor der eigenen Haustür zu begreifen und sich für kreative Umsetzungen im eigenen Lebensumfeld inspirieren zu lassen. Gemeinsam mit Schüler:innen wollen wir historische und wundersame Objekte aus dem Museum Schloss Lübben untersuchen. Diese sollen im Rahmen des Projektes Einzug in die von den Kindern gestaltete Wunderkammer eines fiktiven Fürsten halten. Neben der künstlerischen Umsetzung sollen die Kinder selbst in seine Rolle schlüpfen und kurze Auszüge aus den geheimen Manuskripten des Sammlers verfassen. Welche wundersamen und unerhörten Geschichten gibt es zu der Herkunft der einzelnen Gegenstände zu  berichten? Wie auch bei den echten Wunderkammern soll die freie und bewusst nicht immer wahrheitsgemäße Auslegung der Objektgeschichten den Kindern Freude an der kreativen Beschäftigung mit historischen Objekten im musealen Kontext vermitteln.

 

Bilder

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 315



Wer diesen Brief liest, der soll wissen, dass einer der Gegenstände sehr, sehr wertvoll ist: die Schatulle. Die Besitzerin dieser Schatulle bin ich oder besser gesagt, ich war es. In meinem Testament vermachte  ich diese Schatulle einem meiner Soldaten. Doch er verkaufte sie und kaufte sich mit dem Geld den seltenen Korallenstein, den ich auf einer Reise gefunden hatte.

Dieser Stein wurde mir viele Jahre früher gestohlen und ich habe ihn nie mehr wiedergesehen. Dafür habe ich aber einen anderen Stein gefunden, einen sehr großen und sehr schweren  Stein. Ich konnte ihn nie aufbrechen, dennoch weiß ich aber, dass er sehr wertvoll ist. In seinem Inneren befindet sich ein großer Schatz. Alle anderen meiner wertvollen Dinge sind im Museum gelandet, darum sind mir nur die Fotos geblieben.

Unterzeichnet von eurer Königin  Iduna



Hallo!

Ich bin eine Königin und ich lebte vom Jahr 1533. Ich musste vor meinem eigenen Königreich fliehen, weil sie meinen Schatz haben wollten. Dieser Schatz ist meine Wunderkammer. Sie ist für mich sehr wertvoll, aber nun wollen sie die stehlen.

Wir haben gerade das Jahr 1593, ich habe mir ein Pferd geschnappt und bin losgeritten. In der Wunderkammer befinden sich ein Fächer aus Japan, einem geheimnisvollen Königreich am Ende der Welt und ein Stab aus Lübben. Dieser Stab sieht harmlos aus, ist aber eine mächtige Waffe, sie ist für mich sehr wertvoll und wurde immer weitervererbt. Darum schütze ich meinen Besitz mit meinen Leben, aber meine Nachfahren wird das nicht interessieren.



Wahr oder falsch?

Dieser Phönix aus Elfenbein wurde von einem Astronauten ins All mitgenommen und als er ihn fallen ließ, glitt er aus Versehen in Richtung Erde und wurde von Professor R. Andor gefunden.

Diesem Vogel wird nachgesagt, dass er am Ende des Lebens verbrennt und aus der zurück bleibenden Asche wiedergeboren wird.



In den Organen dieses Kugelfischs schlummert das stärkste Gift der Welt. Die ersten Kugelfische hat der Kaiser von China aus einem Igel und einem Fisch gezüchtet.

Dieser Fisch fühlt sich besonders in trophischen Meeresregionen wohl.



Diese Meerjungfrau stellte ein stolzer Sammler aus. Sie wurde aus Holz geschnitzt und mit echter Fischhaut überzogen. Sie wurde mit einem getrockneten Fischschwanz zusammengesetzt. Sie war ein Fake und wurde für viel Geld verkauft.

Manche meinen daher, es gibt keine echten Meerjungfrauen. Das stimmt aber nicht. Erst vor kurzem haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es in den Tiefen des Meeres Meerjungfrauen gibt.

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