Futur Eins: Leben auf dem Mars

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Projektdaten:

  • Titel: Futur Eins: Leben auf dem Mars
  • Bündnispartner 1: Vorpommersche Landesbühne, Leipziger Allee 34, 17389 Anklam
  • Bündnispartner 2: RAA (Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie) MV e. V., Am Melzer See 1, 17192 Waren (Müritz)
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis in Mecklenburg-Vorpommern e. V., Gartenstr. 6, 17033 Neubrandenburg
  • Autorenpatin: Rike Reiniger, aufgewachsen in Bochum, arbeitete in einem traditionellen Puppentheater, das den deutschsprachigen Raum bereiste. Sie studierte in Prag (Regie und Dramaturgie für Puppentheater) und Gießen (Angewandte Theaterwissenschaft), inszenierte in der freien Szene Berlins und war Mitbegründerin des interkulturellen Theater-Ensembles Kumpanya. Nach dessen Auflösung ging sie ins Engagement an die Landesbühnen Sachsen, das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen und das Theater junge Generation Dresden. Rike Reiniger lebt als Regisseurin und Autorin in Berlin und auf einem Dorf im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.
  • Zeitraum: 01.01.2020 - 31.12.2020
  • Format: Modul 1 (ganzjährig)
  • Ort: Anklam
  • Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 216


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 216

Cover der Autorenpatenschaft Nr. 216

 

Projektbeschreibung

Unter dem Titel „Futur Eins: Leben auf dem Mars“ wird die Schreibwerkstatt mit den Jugendlichen ausgehend von deren eigener Lebenssituation Dystopien und Utopien kreativ entwickeln und so den Blick für Veränderungsmöglichkeiten schärfen. Dabei geht es darum, sich der eigenen Ängste und Hoffnungen bewusst zu werden sowie Schwierigkeiten und Chancen, Gefahren und Sicherheiten gedanklich zu umkreisen und schließlich durch die Fiktionalisierung auf einen persönlichen Punkt zu bringen. Die literarisch formulierten Zukunftsvisionen sollen mit Unterstützung einer/s Theaterpädagogin/en spielerisch für die Bühne umgesetzt und in Buchform veröffentlicht werden.

Lesungen aus Rike Reinigers Theaterstücken „Die Unsterblichen“ und „Wolken und andere Katastrophen“ finden im Vorfeld als Auftaktveranstaltung und um Teilnehmer*innen zu gewinnen in Schulen, Bibliotheken oder im Theater statt. In den Stücken geht es zu einen um politische Ideale und das Scheitern an der Realität und zum anderen um eine dystopische Bedrohung und deren spielerische Überwindung.

Die Schreibwerkstatt beschäftigt sich mit den übergeordneten Themen Zukunftsvisionen und Zukunftsängsten. Workshop-Methoden wie „World Café“ oder „Zukunftswerkstatt“ werden in angepasster Form genutzt und deren Ergebnisse literarisch umgesetzt. Lokaler Bezugspunkt ist dabei u.a. der aus Anklam stammende visionäre Flugpionier Otto Lilienthal und literarischer Bezugspunkt z.B. das Theaterstück „Die Unsterblichen“ (Rike Reiniger). Die Jugendlichen bekommen Anregungen im Hinblick auf verschiedene literarische Genres, insbesondere Kurzprosa, Mini-Dramen und experimentelles Schreiben.

 

Bilder

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 216


Holt mich hier raus, ich bin ein Handy!

Hilfe! Holt mich hier raus, ich bin ein Handy.

Ich wurde einfach hier in einen dunklen Raum gesperrt mit anderen Handys, die sowas von unter meinem Niveau sind. Schließlich bin ich das neue IPhone 11 Pro Max und das sind alles Vorgängermodelle, sowas von 2017. Ich halte es hier nicht mehr aus mit diesen Billigteilen, die nerven dermaßen. Ich muss sofort wieder zu meiner Chefin, die alleine würdig ist, mich in den Händen zu halten. Hilfe! Holt mich hier raus, ich bin ein Handy und ein Star!

Ayda E., 14 Jahre


Etwas definieren, das es nicht gibt

Das Nichts – es gibt es nicht, es existiert nicht, es bereitet uns Menschen Kopfzerbrechen, es kann zu Streit führen und fast jeder Philosoph hat sich damit befasst. Aber keiner hat es bis jetzt gesehen oder eine exakte Definition dafür gefunden. Doch ist es überhaupt möglich, eine Definition für nichts zu finden? Wie kann man etwas definieren, das es nicht gibt, und existiert es nicht, wenn man es definiert? Wir Menschen denken somit über eine Sache nach, die überhaupt nicht existieren kann, aber wieso interessieren wir uns für etwas, das es nicht geben kann, und geben wir dem Nichts nicht eine Existenz, wenn wir darüber nachdenken und ihm sogar einen Namen geben? All dies sind Dinge, über die man nachdenken sollte, bevor man sich mit dem Thema Nichts beschäftigt, denn macht es überhaupt einen Sinn, über das Nichts nachzudenken, wenn es überhaupt nicht möglich ist, zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen, weil so das Nichts eine Existenz erhält und somit nicht mehr nichts sein kann?

Felix K., 14 Jahre


Die Macht, die wir dem Nichts geben

Ein Zustand? Ein Wert? Ein Gefühl? Etwas, das uns alle bewegt. Aber was bedeutet das „Nichts“? Ist es die Bedeutungslosigkeit? Die Leere? Welcher Wert wird ihm zugeschrieben? Ist es viel mehr als das? Alles ist nichts, bis es einen Wert bekommt. Erst die Macht, die wir dem Nichts geben, macht es so bedeutend. Es ist nichts und betrifft uns alle – eine tiefe Leere, die nicht zu füllen ist. Tief in uns drin wissen wir alle, dass wir, unser Dasein, unser Leben nichts sind. All das ist bedeutungslos, und um das zu umgehen, geben wir uns, unserem Dasein, unserem Leben einen Wert.

Wir geben dem Nichts einen Wert. Das ist es, was uns Menschen ausmacht – die Wertschätzung des Nichts. Es ist der Sinn, den wir suchen. Etwas Bedeutendes. Erst, wenn man das Nichts akzeptiert, bekommt es einen Sinn. Dieser Sinn ist kein Ziel und nicht das Glück, sondern die Fähigkeit zu akzeptieren, dass nur wir selbst uns all das geben können – ein Mindset.

Nichts ist bedeutungslos!

Hadiya Bechthold, 16 Jahre

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