101 Geschichten

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Projektdaten:

  • Titel: 101 Geschichten
  • Bündnispartner 1: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Leitung Museumsdienst (E 49/9), Johannes Paul II.-Str. 1, 52062 Aachen
  • Bündnispartner 2: Spielhaus Kennedypark, Düppelstr. 87, 52068 Aachen
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis NRW e.V., Wülfrather Str. 2, 42579 Heiligenhaus
  • Autorenpatin: Sabine Blazy kann auf zahlreiche Veröffentlichungen für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 13 Jahren verweisen. Sie führt seit vielen Jahren Lesungen durch und leitet Schreib- und Erzählwerkstätten in Schulen und Bibliotheken für Kinder und Jugendliche v. a. der 3. – 7. Klassen sowie für Erwachsene, Migranten und Senioren auch in Zusammenarbeit mit Museen und Vereinen. Sie hat in Werkstätten mit Kindern und Jugendlichen bereits mehrere Buchprojekte realisiert, u. a. mit dem FBK und dem Literaturbüro NRW/Schreibland NRW. Sie ist zurzeit als Mentorin am Bödecker-Stipendium NRW beteiligt und verfolgt als Autorin und Pädagogische Kunsttherapeutin (Katholische Hochschule NRW) zudem das Ziel, Literatur und Kunst in ihren Projekten enger zu verbinden.
  • Zeitraum: 01.01.2020 - 31.12.2020
  • Format: Modul 1 (ganzjährig)
  • Ort: Aachen
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 167


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 167

Cover der Autorenpatenschaft Nr. 167

 

Projektbeschreibung

Die teilnehmenden Kinder sollen während der 16 Termine zunächst über spielerische mündliche Übungen Zugang zum eigenen Erzählen und der eigenen Sprache finden und dann zunehmend dazu ermutigt werden, ihre eigenen kleinen und auch großen Geschichten zu Papier zu bringen, woraus sich schließlich ein Buch entwickelt. Dabei ist auch das Vorlesen, sich gegenseitig Zuhören und Besprechen der Texte wichtig.

Parallel zu den eigenen, einzeln verfassten Geschichten soll auch versucht werden, in Gruppen zu arbeiten und v.a. gemeinsam an einer längeren Geschichte zu schreiben, die sich ganz konkret mit den Lebenswelten und -erfahrungen der Kinder beschäftigt.

Dabei sind die Kinder auch dazu angehalten, ihre Geschichten mit kreativ-künstlerischen Materialien umzusetzen, sie also auch mit Illustrationen zu versehen. Hierfür wird an einem der Tage auch eine Künstlerin eingeladen.

Auch das Museum selber wird als Schreibimpuls in Form einer Führung dienen, die Lektüre und Besprechung eines Fremdtextes ist eingeplant sowie der Besuch eines Theaterstücks und ein Ausflug. Letzterer dient v. a. dazu, den teilnehmenden Kindern zu zeigen, dass sich Ideen für Geschichten nicht nur in geschlossenen Räumen finden, Ideen lauern überall. Außerdem unterstützen Ausflüge das Miteinander in der Gruppe.

Auf einer Abschlussveranstaltung in den Räumen des Ludwig Forums schließlich, mit Kindern, Eltern, Vertretern der Schulen, Stadt und Kulturschaffenden in Aachen sowie der Presse, soll als greifbares Ergebnis der Autorenpatenschaft das entstandene Buch präsentiert werden. Die Kinder sind dazu eingeladen, ihr Werk selber vorzustellen und daraus vorzulesen. Ähnliches hat die Autorin schon mehrmals im selben oder ähnlichen Rahmen realisieren können.

Zusätzlich wird es eine kleine Ausstellung in den Räumen des Museums geben, in der weitere kreative Werke der Kinder sowie Fotos, die den Verlauf des Projekts dokumentieren, gezeigt werden. So können Interessierte einen genaueren Einblick in die Arbeitsprozesse der teilnehmenden Kinder bekommen. Und die Kinder selber sehen sich und ihre Arbeit der vergangenen Monate noch einmal angemessen gewürdigt.

 

Bilder

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 167


Im Museum

Eines Tages war ich in einem Museum. Dort waren ganz viele Gemälde. Manche sahen etwas eigenartig aus. Ich bin sofort zu der Mona Lisa gerannt. Ich merkte, dass sie da, wo die Augen waren, ganz kleine Löcher hatte. Als der Aufpasser mich bemerkte, schrie er mich an: "He, was machst du denn da?" Ich sah ihn erschrocken an. Ich drehte mich wieder um und wollte wegrennen. Aber ich knallte gegen die Wand. Der Aufpasser sagte: "Renn nicht weg." Er wollte die Polizei anrufen. Warum? Weil das Mona Lisa Bild runterfiel und hinter dem Bild war ein Plakat, auf dem stand: Nicht anfassen!

Ich guckte hinter das Plakat. Dort war tatsächlich ein Tunnel. Ich kletterte rein. Als ich ganz hinten war, sah ich einen Raum. Dort drin waren ganz viele Bilder, die eigentlich im Museum waren. Dort waren aber auch 10 große Tüten Süßigkeiten. Nach ungefähr 10 Sekunden merkte ich, dass die Süßigkeiten von dem Karnevalszug waren. Denn vor 3 Tagen sagten sie in den Nachrichten, dass der Karnevalszug bestohlen worden war.

Ich sah aber auch einen Zettel, da drauf stand Drücke auf die Fernbedienung. Natürlich drückte ich drauf. Der Tunnel, durch den ich in den Raum gekommen war, schloss sich.

Sevginur, 10 Jahre, Aachen


Die fliegende Sabina

Eines Tages flog Sabina davon. Doch wie es anfing, erzähle oder schreibe ich jetzt. Es war einmal ein sehr windiger Tag. Als Sabina Lauch kaufen wollte, ist ihr eingefallen, dass sie selbst ein Lauch ist.

Als sie in der Schule war, wurde sie in der Pause gegessen. Aber Sabina war zu scharf. Als sie nach Hause ging, wurde sie weggeweht, weil sie sehr, sehr dünn ist. Sie flog weit weg, bis nach Russland. Als sie der Wind zurück auf den Boden brachte, wusste sie nicht, dass sie in Russland war. Sie wollte zu ihrer Oma, als sie auf der Straße eine Flasche Wodka fand. Sie rannte so schnell wie möglich zu ihrer Oma. Als sie ankam, sagte sie zu ihrer Oma, sie solle sie nach Deutschland bringen. Aber sie wollte noch schnell was essen, damit sie auf dem Weg nicht verhungerte. Sie trank einen Liter. Doch dann wehte sie der Wind wieder weg.

Sie flog. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann fliegt sie noch heute.

Yusser, 10 Jahre, Aachen


Der Sandmann und ich

Eines Tages brachte Helena die Schwester von Luisa ins Bett und sang:

"Guten Morgen, gute Nacht.

Ich hab den Sandmann umgebracht,

mit dem Messer ins Knie,

das durfte ich noch nie.

Morgen früh geht‘s mir schlecht,

denn er hat sich gerächt.

Mein Magen tut mir weh,

ich mach in den Schnee,

jetzt ist er nicht mehr weiß,

sondern so braun wie Schokoeis.

Gute Nacht“, sagte Helena.

Luisa, 10 Jahre, Aachen

mit Unterstützung von Chenyi, Emma, Laetitia, Emine, Feliciane

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