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Projektdaten:

  • Titel: Poetry Slam trifft Lesebühne
  • Bündnispartner 1: Lessing-Gymnasium, Schöningstr. 17, 13349 Berlin-Wedding
  • Bündnispartner 2: Kreatives Schreiben e. V., Seestraße 98, 13353 Berlin
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis im Land Berlin e.V., Falckensteinstraße 34, 10997 Berlin
  • Autorenpate: Frank Sorge 1977 in Berlin geboren. Seit 2001 Teil der Berliner Lesebühnen und Mitgründer der wöchentlichen Leseshow 'Brauseboys' im Berliner Wedding.
  • Zeitraum: 12.11.2018 - 09.12.2018
  • Format: Modul 3 (kurzzeitig)
  • Ort: Berlin
  • Bundesland: Berlin
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 87


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Für diese Maßnahme ist auf Grund der kurzen Dauer keine Publikation vorgesehen. Texte und Bilder des Projektes finden Sie weiter unten.

 

Projektbeschreibung

In Berlin gibt es nahe dem eigenen Wohnort, von vielen Jugendlichen unbemerkt, sehr lebendige literarische Szenen. Seit Jahrzehnten wird für Autoren zudem das Vorlesen auf der Bühnen immer wichtiger, die Präsentation eigener Texte tritt immer stärker in den Vordergrund. Eine junge Szene wie der Poetry Slam zieht vornehmlich ein Publikum an, das gerade erst dem Schulalltag verlassen hat, etwas älter hingegen sind schon die Berliner Lesebühnen, die sich aber auch vielfältig 'verjüngen', oder Nachahmer aus dem Berliner Nachwuchs inspirieren.

Lesen und Schreiben soll als aktiver Prozess in der Nachbarschaft und näheren Umgebung gezeigt werden. Autoren schreiben eben nicht für sich selbst, sondern für ein Publikum, das viel häufiger lokal und regional verknüpft ist, als man sich beim oft einseitigen Blick auf internationale Bestsellerlisten vorstellt. Die Jugendlichen sollen außerdem Literatur in der lebensnahen, unterhaltsamen und zeitaktuellen Form kennenlernen, wie sie diese Bühnenveranstaltungen hervorbringen, und schließlich selbst schreiben und vorlesen.

Bei der Autorenpatenschaft werden von den Jugendlichen eigene Texte erarbeitet und im Vortrag vorbereitet. Mit kreativen Methoden werden selbstgewählte Themen gefunden, mit gemeinschaftlicher Arbeit an den Texten wird der Zusammenhalt gestärkt. Selbst inszenierte Vorleserunden machen den Vortrag als eigenen Anteil der Textvermittlung erfahrbar.

Durch den Besuch jeweils einer Lesung im Format Lesebühne und Poetry Slam wird das Ergebnis solcher Bemühungen auf professioneller Ebene sichtbar, zudem bilden die Eindrücke die Grundlage für eine eigene Abschlusslesung des Projekts.

 

Bilder

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 87


Jemand war nett zu mir, da stellt sich raus, mein Internetkabel ist kaputt. Ich hatte ihn beschuldigt, doch das Kabel war nicht richtig eingesteckt. Ich habe es geheim gehalten. Ich habe ihm trotzdem gesagt, dass es kaputt ist und mir ein neues kaufen soll.

(o.N.)


Ich wollte zu Kerem “Halt den Mund” sagen, Habe aber “Halt die Kerem” gesagt. Deshalb sage ich ab jetzt, Immer wenn ich halt ‘Den Mund’ sagen will: “Halt die *Name*” ...# Habe schon lange keinen mehr beleidigt. Außer meinen Cousin - ich hasse ihn.

(o.N.)


Meine Pfandflasche wurde geklaut, von meinem Freund irakischer Herkunft. Als er mit der Pfandflasche wegrennen wollte, stolperte er. Und er hat geweint.

(o.N.)


Als ich nach einem sehr langen und stressigen Arbeitstag nach Hause kam, wollte ich eine Dusche nehmen. Ich trat in die Toilette ein und sah eine komplett nackte Frau in meiner Badewanne liegen. Die Gardine lag auf ihr drauf und die Wann war noch mit Wasser gefüllt. Ich war sehr schockiert und rief die Polizei an, sie kamen direkt. Sie nahmen die Leiche mit und untersuchten meine Toilette nach Spuren und Fingerabdrücken. Ich konnte zwei Tage nicht schlafen, weil ich nur über das Geschehnis nachdachte.

Ich ging zu einer Psychatrie, um es aus meinem Kopf rauszukriegen und es für immer zu vergessen.

(o.N.)


Ich fand kurios, dass eine Dose, die ich in einer Ecke gelassen hatte und kurz raus ging, nicht mehr da war. Ich fand kurios, dass mein großer Bruder nett war und mir etwas gab. Doch dann schlug er mich so brutal, dass ich ins Krankenhaus musste.

(o.N.)


Meine Wunschheimat - Vorübung


Ein Traum von Ibiza


Meine Wunschheimat ist Ibiza, weil dort alle nett, cool und abgefahren sind. Es soll da warm und sehr sauber sein. Da soll es viele schöne Mädchen und viele Casinos, Diskos und Clubs geben. Die Häuser sollen groß und breit sein, damit man viel Platz für sich hat und für seine Familie. Es soll dort auch Inseln und Halbinseln, schöne Palmen, schönen Strand und aber auch schöne Autos geben. Man sollte da ruhig und ohne Gefahr schwimmen dürfen, es soll viele Tiere geben (Fische, Haie, Wale, Tiger, Jaguare und so weiter) … Ich wünsche mir, dass ich auch wie andere bald in Ibiza leben darf…


(o.N.)


Meine Wunschheimat ist da, wo es viele Partys, Discos und Casinos gibt. Da sollen auch viele jugendliche Leute sein, die cool drauf sind und fette Autos, Häuser haben. In der Stadt soll auch ein Strand, Palmen und Wasser sein. So will ich leben.

(o.N.)


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