Der Troll im Wald und anderswo

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Projektdaten:

  • Titel: Der Troll im Wald und anderswo
  • Bündnispartner 1: IGS Morbach, Klosterweg 7, 54497 Morbach
  • Bündnispartner 2: Forstrevier Morbach, Energielandschaft 722, 54497 Morbach
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis im Land Rheinland-Pfalz und in Luxembourg e.V., Saarstraße 21, 54290 Trier
  • Autorenpatin: Barbara Zoschke
  • Zeitraum: 15.06.2018 - 15.12.2018
  • Format: Modul 2 (halbjährig)
  • Ort: Morbach
  • Bundesland: Rheinland-Pfalz
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 88


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 88

Cover der Autorenpatenschaft Nr. 88

 

Projektbeschreibung

Das Forstamt Morbach bietet sich aufgrund der inhaltlichen Thematik „Der Troll im Wald und anderswo!“ als zusätzlicher Bündnispartner an, da auf diese Weise die ökologische Bildung integriert und naturpädagogische Ansätze verankert werden können. Einige Workshoptage sollen mit Exkursionen in die Natur ergänzt werden, sodass die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Orte in Bezug auf die literarische Arbeit erfahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkennen dabei, dass der Umgang mit Literatur nicht nur in Bezug auf den schulischen Kontext erfahrbar ist, sondern, dass dieser ein nicht ortgebundenes Erleben und Ausprobieren sein kann. Besonders für die Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihres Förderstatus meist einer eher literaturfernen Schicht angehören, fördert dies in hohem Maße die Entwicklung im Bereich des Lesens und Schreibens und eröffnet ihnen neue (literarische) Welten.

Die inhaltliche Idee des Bündnisses besteht darin, die Figur des Trolls in seinen unterschiedlichen Facetten zu beleuchten und kennenzulernen. Einerseits erfahren die Schülerinnen und Schüler den Troll als mystische-märchenhafte Gestalt, der in der Natur lebt und andererseits als Troll, der in der digitalen Welt verankert ist und dort sein Unwesen treibt. Aufgrund der unterschiedlichen Altersstufen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wird der Zugang zu der Thematik des Bündnisses auch stets individuell sein. Dies ermöglicht eine große Vielfalt an möglichen Ansatzpunkten und eine auf die Erfahrungen und Ideen der Schülerinnen und Schüler abgestimmte Umsetzung des Bündnisses. So ist es möglich, dass einige Kinder und Jugendliche den Troll bisher nur aus märchenhaften Geschichten kennen und ihnen der digitale Troll noch völlig unbekannt ist. Diese Individualität und Eigeninitiative der Teilnehmenden ist besonders wichtig, da, wie im vorherigen Absatz beschrieben, der Kontakt mit Literatur und auch das Interesse daran, außerhalb des schulischen Rahmens, nicht vorausgesetzt werden kann und auf diese Weise das Interesse und die Motivation, an solch einem Bündnisprojekt mitzuwirken, von Beginn an sehr hoch sein wird.

 

Bilder

Illustration: Andrea Glocke

Fotos: Isabell Schu-Schätter

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 88


Kurzprosa


Wo ist mein Heizöl?

Wenn ich ein Troll wäre, würde ich im Keller leben. Dort würde ich mir ein Zimmer bauen, das aussieht wie eine Höhle. Dort würde ich leben.

Ich esse, was ich finde. Ich trinke Heizöl. Leider würde es eines Tages kein Heizöl mehr geben, das wäre eine lebensbedrohliche Situation. Ich müsste mir einen neuen Keller suchen. Schade.

MARK LANGNER, 14 Jahre, Morbach


Feinde

Wenn ich ein Troll wäre, würde ich unter der Erde leben und Leute verhexen. Vor allem meine Feinde, die Menschen. Die gehen mir richtig auf den Senkel, weil ich Menschen hasse. Sie lesen. Sie fangen Trolle. Sie sind gemein. Sie reden.

FINJA KNÖFEL, 12 Jahre, Morbach


Troll-Casino

Wenn ich ein Troll wäre, würde ich ein Troll-Casino aufmachen, wo alles erlaubt wäre und wo man so viel machen kann, wie man Lust hat und es gäbe eine VIP-Lounge, wo nur starke und coole Trolle reindürften und es gäbe einen Automaten, an dem man sein ganzes Leben verwetten könnte. Wer sein Leben verwettet hat, ist nicht mehr frei und muss für mich arbeiten.

DONAVAN DE VRIES, 14 Jahre, Morbach


Der gelbe Troll

Ich ging in den Keller und sah den gelben Troll in der Ecke sitzen. Plötzlich stand er auf. Er war unglaublich groß. Ich hatte Angst.
„Hallo, Kleine“, sagte er. „Kann ich dir helfen?“
„Ich, ich …“, stammelte ich und lief nach oben. „Mama, Mama! Da ist ein Troll im Keller!“
„Es gibt keine Trolle!“
„Doch!“
„Hör auf zu diskutieren!“
„Aber ich habe ihn gesehen. Da war ein gelber Troll!“
„Geh auf dein Zimmer!“
Ich ging auf mein Zimmer und dachte nach. Ich habe den Troll doch ganz genau gesehen. Er war so riesig. Warum war er so allein? Hatte er keine Freunde? Ich beschloss, mit ihm zu reden.

Als ich runterkam saß er da und weinte.
„Was ist los?“, fragte ich ängstlich.
„Keiner mag mich, weil ich so groß bin. Alle haben Angst vor mir.“
„Ich mag dich.“
„Wirklich?“ Der Troll lächelte.
Etwas schüchtern lächelte ich zurück. Vielleicht war er doch ganz nett. Ich rückte ein wenig an ihn heran.
„Was machst du denn da?“, fragte der Troll erschrocken.
„Ich wollte näher zu dir, weil du doch so alleine bist.“

LISA NIKODEMUS, 15, Hoxel


Hilfe für Weißkopf

An einem Montagabend wollte ich rausgehen zu meinen Zwergkaninchen. Dort sah ich einen Tierhelfertroll im Nest. Der half gerade einem Zwergkaninchenbaby, dem ein halbes Ohr fehlte. Es war bei der Geburt abgerissen. Der Tierhelfertroll hielt seinen Finger an das Ohr des Tieres, wodurch das Ohr wieder vollständig nachwuchs. Er drehte sich zu mir um und sagte: „Ich komme morgen wieder.“ Dann verschwand er durch ein lila Portal.

Ich hob das Zwergkaninchen auf und schaute mir das Ohr genauer an. Es war geflickt und beweglich. Glücklich ging ich ins Haus und schlief ein.

Am nächsten Morgen ging ich sofort wieder raus und ließ alle meine Zwergkaninchen ins Freilaufgehege. Sie heißen übrigens: Paul, Lala, Blitzi, Pummelschwanz und Weißkopf. Ich ging zum Stall und betrachtete das Nest aus Heu und Fell. Da saß der Tierhelfertroll, wie er es versprochen hatte. Er sagte: „Ich habe dir geholfen, weil du dir am Sonntagabend gewünscht hast, dass Weißkopf gesundwerden soll.“

Ich bedankte mich und der Tierhelfertroll verschwand.

NOAH REITZ, 11 Jahre, Gonzerath

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