Literatur lesen und schreiben mit Profis

 

Projektdaten:

  • Titel: Literatur lesen und schreiben mit Profis
  • Bündnispartner 1: Jugendtreff Ehrang-Quint
, August-Antz-Straße 42
, 54293 Trier
  • Bündnispartner 2: Friedrich-Spee-Gymnasium Trier
, Mäusheckerweg 1
, 54293 Trier
  • Bündnispartner 3: Katholische Öffentliche Bücherei, St. Peter Ehrung, Oberstraße 5, 54293 Trier-Ehrang
  • Bündnispartner 4: Friedrich-Bödecker-Kreis im Land Rheinland-Pfalz und in Luxemburg e.V.
, Vorsitzender Malte Blümke, Saarstraße 21, 54290 Trier
  • Autorenpate: Manfred Theisen
  • Autorenpate: Ibrahim Ndiaye
  • Autorenpate: Stefan Gemmel
  • Zeitraum: 01.11.2013 - 30.08.2014
  • Ort: Trier
  • Bundesland: Rheinland-Pfalz
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 7


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Presse

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 7

 

Projektbeschreibung

Der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V., das Friedrich-Spee-Gymnasium Trier, der Jugendtreff Trier-Ehrang e.V., die katholische Pfarrbücherei Trier-Ehrang und der Friedrich-Bödecker-Kreis Rheinland-Pfalz e.V. schließen im Rahmen des Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ das gemeinsame Bündnis für Bildung in Trier-Ehrang.

Ziel des Bündnisses ist es, durch Autorenpatenschaften als besonderes Angebot zur Leseförderung und Literaturvermittlung bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Das Bündnis wird unterstützt durch die Nikolaus Koch Stiftung, Lernen vor Ort e. V., VHS Trier, den Trierischen Volksfreund, das Quartiersmanagement Trier-Eirang

 

Bilder

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 7


Elfmeter - oder Die Angst vor dem Schuss

Der Torwart macht sich warm.
Der provoziert mich,
legt seine Hände auf die Knie.
Ich soll endlich schießen.
Schieß doch endlich!, zeigt er mit den Armen. Was ist los?!, fragt er mich mit den Armen. Ich hab Schiss!
Er denkt darüber nach,
wohin ich schieße,
wie ich schieße.
Er versucht Augenkontakt zu bekommen, stellt sich breitbeinig hin.
Es ist eine Blamage,
wenn ich daneben schieße.
Er erschreckt mich.
Er springt gegen die Latte.
Er streckt sich.
Er versucht mich abzulenken,
Verunsichert mich.
Ich weiß jetzt,
dass er groß ist!
Der kommt in jede Ecke!
Nach oben, links, rechts!
Er ist fokussiert,
damit ich es direkt verpatze.
Ich hab Angst.
Aber ich werde wütend!
Ich schaue ihn nur an,
bin konzentriert.
Lass mich nicht einschüchtern.
Ich täusche an
und schieße!
Dass er mit dem Ball durchs Tor fliegt! Rechts hoch werde ich schießen ...
Aber als allererstes hätte ich nach einem Autogramm gefragt
Und dann erst geschossen.

Gruppenarbeit Jugendtreff Ehrang-Quint

Ähn mocht

Moa fällt grad neißt dazu ain.
Ena jeht irgendwo hin.
Hän jeht mit den Flätsch.
Hän spielt mit seinen Femen.
Hän will ens wat zeigen. Jebärdensproach.
Hän bewegscht seich wie er seich fehlt. Hän is traurig,
wird verlassen.
Denkt aan sein Frau.
Hän macht ein Haus
mit den Flätsch.
Et stürzt en.
Hän es verzweifelt.
Hän hat sein Stimm verloren.
Hän will uns was zeigen.
Hän wie will sin, wie hän sich föhlt. Hän sucht etwas.
Macht de Tür ouf.
Denkt nach.
Schaut sich um,
jeht in die Duckn
un is traurig,
weil er verlassen geworn gen.

Leonie Krewer, 14 Jahre

Gefunden

Reaktion auf Goethes Gedicht „Gefunden“

Ein Mann geht in den Wald.
Sieht eine Blume und will sie pflücken. Dann sagt die Blume: Möchtest du, dass ich verwelke!
Dann geht der Mann wieder nach Hause, holt eine Schaufel
und geht wieder zu der Blume.
Er nimmt die Blume mit der Wurzel mit und pflanzt sie zuhause ein.

Ich hätte die Blume auf dem Platz gelassen
und dann wäre ich wieder nach Hause gegangen. Weil sie ja auch lebt.
Er will die Pflanze bei sich haben!
Er will sie haben!
Ich will sie nicht haben.
Weil es ein Lebewesen ist.
Ich kann sein Wesen nicht besitzen
und will es auch nicht.

Wir Deutschen denken da nicht drüber nach, ob wir die Blume stehen lassen. Wir wollen sie nur besitzen,
pflücken, auf unserem Balkon pflanzen.

Annika Lörscher, 9 Jahre und Fatma Farhi, 9 Jahre

Ich bin gegen die deutsche Mannschaft

Bei Algerien gegen Deutschland habe ich zu Algerien gehalten,
bei Frankreich gegen Deutschland halte ich zu Frankreich. Warum?
Weil unser Nachbar sagt, wir sind Ausländer.
Deshalb sind wir gegen das deutsche Team.
Das finde ich doof.

Fatma Farhi, 9 Jahre

So viele Leute so nah

Der Ball im Tor.
Alle jubeln!
Alle umarmen mich!
Ich bin irritiert.
Sonst umarmen mich nur die Eltern.
Ich fühl mich unwohl. Alle umarmen mich. Sie springen mich an. Es ist ungewohnt,
so viele Leute so nah.

David Schumacher, 13 Jahre

 

Bilder

 

Ich will normal sein

Sie ist eine Hexe.
Mit Warze auf der Nase.
Die andere sieht nicht so alt aus. Keine grauen Haare.
Glatte Haut.
Schön.

Ich finde schöne Menschen besser als hässliche.
Hexen sind Böse.
Hübsch ist nett,
weil hübsch nett aussieht. Warum sind hässliche Menschen eigentlich böse?
Weil sie böse aussehen?
Ich weiß es nicht.
Ich will keine Prinzessin
und keine Hexe sein.
Ich will normal sein!
Ein Mensch,
der Hausaufgaben machen muss, schreiben und keine Ahnung ...

Jasmin Piko, 13 Jahre

Farbentanz (Reaktion auf das Tanzvideo Farben)

Ich will
́ne Party.
Spaß, will tanzen mit Farben,
geschminkt von Farben sein.
Rot ist meine Lieblingsfarbe,
weil es gut aussieht
- bei Stiften, roten Socken.
Deshalb hab ich graue an.
Fröhlich sind die Leute,
die tanzen - nach klassischer Musik.
Ich kenn das Stück irgendwo her.
Farben wirbeln durch die Luft,
vermischen sich
zu einem einheitlichen Brei.
Der ist bunt.
Die Leute sind ausgelassen, glücklich.
Die zeigen, was sie können.
Die Hände fliegen,
sie springen, tanzen im Matsch.

Ich wäre gerne dabei,
weil man ihnen das Lächeln ansieht.
Das ist Fun!
Meine Lieblingsfarbe ist grün,
ist die Hoffnung, es ist überall,
ist Natur und beruhigend, angenehmer, knallt nicht wie Orange.
Man kann jeden Tag
in ein grünes Zimmer gehen
wie auf eine Wiese.
Das geht bei Orange nicht.

Ich hab kein grünes Zimmer, aber grüne Sachen darin.
Mein Zimmer ist lila
Meins auch!
Wir Mädchen mögen Lila,
weil Lila kein Pink ist,
kein Klischee.
Ich habe mein Zimmer lila gestrichen.
Schwarz und Rosa mögen wir auch.
Schwarz auf Rosa nicht.
Auch nicht Rosa auf Schwarz.
Rosa ist nicht Pink.
Rosa ist heller, nicht knallig.
Weil es zart ist,
gibt es in der Boutique.
Schwarz passt zu allem,
auch zu meinem Leben.
Bei mir eher nicht.

Denise Piko, 14 Jahre und Leonie Krewer, 14 Jahre

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