MM – Mythische Geschichten im Museum

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Projektdaten:

  • Titel: MM- Mythische Geschichten im Museum
  • Bündnispartner 1: Ludwig Museum Koblenz, Danziger Freiheit 1, 56068 Koblenz
  • Bündnispartner 2: Bildungsbüro der Stadtverwaltung Koblenz, Willi-Hörter-Platz 1, 56068 Koblenz
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis im Land Rheinland-Pfalz und in Luxemburg e.V., Saarstraße 21, 54290 Trier
  • Autorenpate: Björn Berenz, Jahrgang 1977, arbeitet hauptberuflich als Werbetexter und hat bereits mehrere witzige Romane für Erwachsene veröffentlicht. Er entdeckte schon früh seine Leidenschaft für das Schreiben. Die „Akte Ahhh…!“ ist sein erstes Kinderbuch. Außerdem ist er Autor der 5-bändigen Reihe „Explorer“. Der gebürtige Koblenzer lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in der Eifel. Der Autor hat bereits im Rahmen des Bündnisses als Herausgeber mehrere Bücher begleitet.
  • Zeitraum: 03.02.2022 - 08.09.2022
  • Format: Modul 2 (halbjährig)
  • Ort: Koblenz
  • Bundesland: Rheinland-Pfalz
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 329


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Presse

  • Folgt

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 329

Cover der Autorenpatenschaft Nr. 329

 

Projektbeschreibung

Mythische Geschichten zur Skulptur des Pegasus. Gruselgeschichten zum Werk „Dr. Krokenbiere“ von Robert Combas. Geschichten aus dem Leben eines Malers zu Pablo Picassos „le peintre au travail“. Oder auch eine Geschichte zum 800 Jahre alten Deutschherrenhaus. Das Ludwig Museum Koblenz beinhaltet viele Geschichten und Geheimnisse. Allesamt können als Schreibanlässe für Schüler*innen dienen. Zusammen mit dem Autor und dem museumspädagogischen Team geht es auf Entdeckungsreise durch das Museum. Die Ausstellungsräume mit Ihren Kunstobjekten des berühmten Kunstsammlerpaares Ludwig dienen jedoch nicht nur als Ideengeber, sondern werden Ort des Verweilens und Schreibens. Auch Videos oder Podcasts können zusammen mit dem Team entwickelt werden. Zum Anlass des 30jährigen Jubiläums sollen die Geschichten schließlich in ein Buch mit Geschichten zu Sammlung und Haus münden. Bilder und Zeichnung dürfen darin natürlich auch nicht fehlen.

 

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Texte der Autorenpatenschaft Nr. 329


Das Einhorn mit dem fröhlichen Stinktier auf Urlaubsreise nach Paris
Es war einmal ein Einhorn, das wollte in den Urlaub nach Frankreich, nach Paris. Es nahm das fröhliche Stinktier mit und gemeinsam spielten sie unter dem Eiffelturm mit dem Hundeball Zuwerfen. Das Einhorn fing und warf den Ball mit dem Horn, da es ja keine Hände hatte, um den Ball zu fangen oder zu werfen. Jedoch war das alles andere als leicht, da es die Kraft seines Horns nicht richtig einteilen konnte. Einmal hatte es so viel Wucht, dass der Ball bis hinauf auf den Eiffelturm flog. Damit war der Ball weg und vorbei die Fröhlichkeit.
Das Einhorn flog mit seiner Einhornmagie auf den Eiffelturm und hat dort nach dem Ball gesucht. Plötzlich brach die Nacht an und alles wurde dunkel. Niemand war mehr unterwegs, die ganze Stadt wirkte wie verlassen. Unzählige Sterne funkelten am Himmel und machten es für das Einhorn unmöglich, etwas zu sehen.
Das Einhorn brachte sein Horn zum Leuchten und breitete seine Flügel aus, um noch höher zu fliegen. Es landete auf der Spitze des Turms – und tatsächlich: Dort war der Ball, ganz oben auf dem Eiffelturm.
Von unten rief das Stinktier, doch das Einhorn hatte es nicht gehört, weil es so hoch war. Also ist es wieder runtergeflogen und das wurde auch allerhöchste Zeit, denn mit einem Mal wurde ihm klar, dass es ja gar nicht schwindelfrei war. Mit seiner Leuchtmagie brachte das Einhorn den Ball zum Glitzern, sodass sie auch im Dunkeln weiterspielen konnten.

Aurelia, 8 Jahre, Josephine, 12 Jahre, Elina, 7 Jahre, Aliki,
7 Jahre

Die gruselige Frau im Rollstuhl
Eine Frau im Alter von 85 Jahren saß in einem alten Rollstuhl. Sie hieß Fiona. Alle Kinder hatten fürchterliche Angst vor ihr. Wenn man sie sah, lief einem ein Schauer über den Rücken. Sie hatte ein sehr verschrumpeltes Gesicht und eine ganz gruselige Figur. Und es sah aus, als hätte sie keine Beine. Zudem
redete die Frau wirres Zeug, sagte, sie sähe Geister, könnte sich sogar mit ihnen unterhalten, sie verstehen. Sie behauptete, dass die Geister ihr sagten, dass sie nur eine einzige Chance hätte, sonst müsste sie in die Hölle.
Die Kinder wollten herausfinden, was an dieser Frau so geheimnisvoll war. Also schlichen sie sich eines Tages in ihr altes Haus. Doch dort wurden sie prompt von ihr entdeckt. Sie rollte mit dem knarzenden Stuhl auf die Kinder zu und drohte damit, sie umzubringen. Die Kinder rannten so schnell sie konnten aus dem Haus und schrien um Hilfe. Doch die Frau rollte ihnen hinterher. „Ich werde euch noch bekommen!“ Dabei lachte sie die ganze Zeit ganz fürchterlich.
Am nächsten Tag trauten sich die Kinder noch einmal dorthin. Doch nirgends war die Frau, sie suchten jeden Raum ab und fanden sie schließlich im Schlafzimmer. Sie schlief tief und fest, doch plötzlich wachte sie auf. „Es reicht !“, schrie sie. „Euretwegen komme ich in die Hölle.“ Sie versuchte, nach Luft zu schnappen, doch es gelang ihr nicht. Sie würgte und röchelte. Und auf einmal war sie tot. Die Kinder erschraken sich. Doch es wurde noch schlimmer. Mit einem Mal ging die tote Frau in Flammen auf. Sie verbrannte, bis nur noch Asche von ihr übrigblieb. Die Kinder wussten nicht, was sie machen sollten und holten eine Schüssel aus der Küche und taten die Asche der Frau dort rein. Dann vergruben sie die Schüssel im Garten hinter dem Haus. Gerade, als sie damit fertig waren, hörten sie einen lauten Schrei und ein tiefes Gefühl erfasste sie. Es war, als würden sich die Seelen, das Leben … alles niederlassen. Die Kinder glaubten nun zu verstehen, was die einmalige Chance der Frau war. Die Geister hatten ihr die Möglichkeit gegeben, noch ein einziges Mal nett zu Kindern zu sein, bevor sie starb.
Diese Chance hatte sie nicht genutzt.

Sophie, 8 Jahre

Es war einmal ein Mädchen
Es war einmal ein Mädchen, das in das Ludwig Museum ging. Es hieß Josefine. Dort angekommen, hatte es sich alle Bilder angeschaut, doch dann bemerkte Josefine, dass an einer Wand ein Bild fehlte. Nämlich das von einer jungen Frau. Wo war es hin ? In der Beschreibung war eindeutig die Rede von einem hübschen Mädchen vor einem Sonnenuntergang.
Aber neben der Beschreibung befand sich nur ein leerer Platz. Das fand Josefine äußerst merkwürdig. Sie sagte der Aufseherin Bescheid, die das aber für Irrsinn hielt, weil sie das Gemälde eben noch bei ihrer Runde gesehen hatte. Sie wollte sich das Bild erst gar nicht anschauen. Doch Josefine konnte sehr beharrlich sein, und so kam die Frau doch mit nach oben, um sich selbst davon zu überzeugen. Sie staunte nicht schlecht, als auch sie erkannte, dass das Bild fehlte. Sie schauten sich die Videoaufnahmen der Überwachungskameras an. Und darauf konnten sie eindeutig sehen, dass auch das danebenstehende Ameisenbild zerstört war. Was war denn da nur los ?
Noch einmal sahen sie sich die Kameraaufnahmen an. Sie erkannten eine Frau im Bild, die sich sehr merkwürdig verhielt. Die Museumsmitarbeiterin wollte die Polizei informieren, aber Josefine sagte: „Nein, wir warten ab, ob morgen noch mal was fehlt.“ Also warteten sie.
Sie beobachteten die Kamera weiter und dann tauchte die Frau tatsächlich wieder auf. Sie trug eine Kapuze, doch sie konnten dennoch das Gesicht erkennen. Es war Eva. Der Dieb konnte also gestellt werden. Josefine sagte zu Eva: „Du warst das !“Eva gab es zu. „Ja, ich habe das Bild gestohlen, weil ich es in meinem eigenen Wohnzimmer aufhängen will !“

Josephine, 12 Jahre

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