Projektdaten:

  • Titel/Thema: Bücher öffnen Welten
  • Bündnispartner 1: Sekundarschule Großkorbetha , Merseburger Straße 3a, 06688 Großkorbetha
  • Bündnispartner 2: Evangelisches Pfarramt, Alte Weißenfelser Straße 4, 06688 Großkorbetha
  • Bündnispartner 3: Pelikan e.V. - Förderverein für Literatur und Neue Schule, Hauptstraße 8, 39288 Burg OT Niegripp
  • Autorenpate: Christina Seidel
  • Zeitraum: 01.01.2015 - 31.12.2015
  • Ort: Großkorbetha
  • Bundesland: Sachsen-Anhalt
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 17


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Presse

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 17

 

Projektbeschreibung

In der Gemeinde Großkorbetha, die zur Stadt Weißenfels gehört, gibt es nur wenige kulturelle Einrichtungen. Auch die Schule ist mehr naturwissenschaftlich-technisch orientiert, so dass die künstlerischen Richtungen im Unterricht sehr ins Hintertreffen geraten.

Die Pfarrgemeinde im Ort ist aktiv und organisiert Veranstaltungen in der "Alten Scheune" gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendhilfe e.V. Auch in der Kirche finden Veranstaltungen außer dem sonntäglichen Gottesdienst statt. Dazu müssen die Jugendlichen aber "an die Hand" genommen werden und eine Hemmschwelle überwinden. Auch dabei wird das Bündnis helfen.

Ziel ist es, unterschiedliche Kulturorte zu verknüpfen und den Kindern und Jugendlichen Gelegenheit zu geben, unter kompetenter künstlerischer und pädagogischer Begleitung ihre Persönlichkeit nachhaltig zu entfalten und ihre eigenen Stärken besser zu erkennen. Sie sollen staunen, wozu sie fähig sind, stolz sein auf das Erreichte, aber auch den Anderen akzeptieren, der vielleicht nicht so tolle Ergebnisse erzielt hat. Die Jugendlichen sollen sich und ihre Umwelt entdecken, sich erproben und ihre Kenntnisse vertiefen, sie sollen Spaß am Schreiben haben, das Lesen als neuen Schatz für sich entdecken, und lernen, dass sie fünf Sinne haben, die sie alle einsetzen können.

 

Geplant sind Lesungen und regelmäßige Schreibwerkstätten. Die Sinneseindrücke stehen auf der einen Seite und die analytische Durchdringung auf der anderen. Hier wird nicht streng getrennt zwischen Rezeption und eigener künstlerischer Tätigkeit. Die Teilnehmer/-Innen hören bei einer Lesung zu oder betrachten aufmerksam Bilder und Skulpturen, um Anregung zum Selbstschreiben und Illustrieren der eigenen Geschichte zu erhalten. Sie werden selbst reichlich Gelegenheiten erhalten, den Verlauf des Projektes mitzubestimmen. Geschrieben werden kann an ganz unterschiedlichen Stellen: im Freien, in der Alten Scheune, mit Blick auf den Wasserturm, am Fluss. Auch die vorgegebenen Themen können sie mit vorschlagen, mit auswählen. Die Verschiedenheit der Kinder und Jugendlichen wird akzeptiert und geschätzt und wird in ihren Geschichten und Bildern zum Ausdruck kommen. Sie bildet eine Grundlage des gemeinsamen künstlerischen Schaffens. Gerade das gemeinsame Schreiben, ermöglicht die Erfahrung, nützlich und wichtig zu sein. Die Schreibwerkstatt ist offen für die Bedürfnisse beider Geschlechter, für unterschiedliche kulturelle, soziale und religiöse Hintergründe. Eine wesentliche Voraussetzung bei der Projektarbeit ist, dass alle ernst genommen werden.

Schriftsteller mit künstlerischer und pädagogischer  Erfahrung und Qualifikation gewährleisten eine qualitativ hochwertige Projektarbeit. Die Erkundungs - und Besuchsangebote und die regelmäßigen Kurse sollen außerhalb des Unterrichtsgeschehens am Nachmittag stattfinden. Die Zielgruppe sind 10 bis 15 jährige Kinder und Jugendliche aus der Sekundarschule Großkorbetha. Es sind Teilnehmer/-Innen darunter, deren Eltern arbeitslos sind bzw. Hartz IV erhalten, verhaltensauffällige Kinder und Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche. Um diese zur Teilnahme anzuregen, muss auch ein Anreiz gestellt werden: der Druck ihrer Geschichte in einem kleinem Buch und eine öffentliche Präsentation. Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht. Keiner soll ausgegrenzt werden, jeder Jugendliche kann bei den Angeboten mitwirken. Das Interesse und die Bereitschaft der Kinder und Jugendlichen sind vorhanden, wie die Direktorin bestätigte.

Die Teilnehmer/-innen werden bei den regelmäßig stattfindenden Kursen fachlich durch eine Schriftstellerin begleitet, die über jahrelange Erfahrung mit schreibenden Schülern verfügt und auch einen Dipl. sozial- pädagogischen Abschluss hat. Die Leitung einzelner Kurse werden noch weitere Schriftsteller übernehmen.

 

Bilder

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 17


Ich wär so gern

Ich wär so gern ein Auto, weil ich gern damit fahre.
Ich wär so gern eine Rose, weil ich sie mag.
Ich wär so gern ein Stuhl, weil ich gern sitze.
Ich wär so gern ein Regenbogen, weil ich seine Farben
schön finde.
Ich wär so gern eine Katze, weil ich gern ein „Miau“ höre. Ich wär so gern ein Traum, weil ich gern träume.
Ich wär so gern eine Sonne, weil ich gern leuchte.
Ich bin gern ein Riese, weil ich groß bin.

Stefanie Nerre, 14 Jahre

Die Mühle voller Abenteuer

Es geschah vor etwa 500 Jahren in Halle ganz nah am Wehr. Eine Familie mit zwei Kindern, Tina und Lea, wohnte an der Mühle. Die Kinder verbrachten den ganzen Tag dort. Eines Tages, als sie mit ihren Freunden Verstecken spielten, hörten sie komische Laute und erschreckten sich sehr, bis sie dahinter kamen, dass es nur eine kleine Katze war. Sie gingen zu ihr und streichelten sie und überlegten, wie sie die kleine Katze nennen sollten. Mohrchen, denn sie war ganz schwarz. Die Kinder nahmen die Katze mit nach Hause. Die Eltern erlaubten ihnen sie zu behalten. Sie impften die Katze und ließen sie chippen. Natürlich durften die Mädchen die Katze mit ins Bett nehmen, immer abwechselnd, so sollte es sein. Aber gleich in der ersten Nacht wachte Tina auf und erschrak. Die Katze hatte ihr Lieblingskuscheltier zerfetzt. Sie sagte am nächsten Morgen ihrer Mutter Bescheid und sie kauften anschließend ein neues Kuscheltier. Sie hatte der Katze wieder verziehen, aber ins Bett nahm sie sie nicht mehr.

Stefanie Nerre, 14 Jahre

Ein Haiku

Ich bin oft draußen
Und fahre gern Traktor
Dann bin ich fröhlich

Moritz Gudat, 13 Jahre

Zwei Elfchen

Rot
Die Liebe
Sich angeregt fühlen
Da sein für den anderen
Schön

Moritz Gudat, 13 Jahre

Eine Liebeserklärung

Eines Tages lief ich durch Weißenfels. Da sah ich sie. Sie war einfach perfekt: blaue Augen, blonde Haare und gute Figur. Sie hieß Julia, war 12 Jahre alt, 1.64 groß und kam aus Leipzig. Ich nahm allen Mut zusammen und fragte: „Hi, ich bin Moritz, wollen wir zusammen sein?“ Sie sagte: „Ja klar, du bist einfach perfekt!“ Nach zwei Monaten hat sie mich zu sich eingeladen und es wurde ein toller Abend. Am nächsten Tag ging ich nach Hause und habe mit meiner Mutti drüber geredet. Sie hat sich sehr für mich gefreut. Nach 20 Jahren waren wir endlich verheiratet und hatten zwei Kinder. Mit 78 Jahren starben wir bei einem Autounfall. Also ich muss sagen, wir hatten eine tolle Zeit.

Moritz Gudat, 13 Jahre

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