Wort-Schatz-Gräber

 

Projektdaten:

  • Titel: Wort-Schatz-Gräber
  • Bündnispartner 1: Friedrich-Bödecker-Kreis im Freistaat Sachsen e. V., Neue Str. 1c, 04703 Leisnig OT Börtewitz
  • Bündnispartner 2: Stadtbibliothek am Lutherplatz, Lutherplatz 4, 04720 Döbeln
  • Bündnispartner 3: Schlossbergschule zur Lernförderung Döbeln, Schlossberg 2, 04720 Döbeln
  • Autorenpatin: Sylvia Eggert
  • Zeitraum: 15.10.2013 - 14.10.2014
  • Ort: Döbeln
  • Bundesland: Sachsen
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 5


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Presse

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 5

 

Projektbeschreibung

"Die Lehr-Pläne für den Deutschunterricht verlangen in erster Linie „richtiges“ Schreiben. Durch strenge Korrektheitsforderungen werden sie schnell zu Leer-Plänen – vor allem dann, wenn die Lernfähigkeiten der Schüler nicht gängigen „Normen“ entsprechen. Vor allem solche Kinder können beim Ringen um „richtiges“ Schreiben Leichtigkeit, Freude und Lust am Spielen mit Sprache verlieren – ihr kreatives Potenzial verdorrt.
Im Frühsommer 2013 fragten mich Regine Lemke, die Vorsitzende des Friedrich-Bödecker-Kreises (FBK) im Freistaat Sachsen e.V., und Kerstin Kleine, die Leiterin der Döbelner Stadtbibliothek, ob ich Interesse hätte, im Rahmen einer vom Bundesverband des FBK initiierten Autorenpatenschaft Schreibwerkstätten durchzuführen. Und zwar mit Schülern einer Schule für Lernförderung. Natürlich hatte ich. Wir trafen uns mit der stellvertretenden Schulleiterin der Schlossbergschule, Frau Richter-Kelm, die große Begeisterung signalisiert hatte und das Patenschaftsprojekt über den gesamten Zeitraum mit großem Engagement begleitete. Gemeinsam spannen wir Ideen und fanden einen einladenden Namen für unser Projekt: „Wort-Schatz-Gräber“.
Ab Herbst 2013 begannen die Schreibwerkstätten mit einem kleinen Trüppchen von fünf Schülern, das durch „Mundpropaganda“ schnell Zulauf bekam. So wurde die Döbelner Stadtbibliothek für insgesamt achtzehn Viert- bis Sechstklässler über ein Jahr hinweg ein kreativer Lernort.
Von hier aus gingen „meine“ Förderschüler auf Wort-Schatz-Entdeckertour, fünfzehn davon regelmäßig und mit großer Begeisterung bis zum Schluss. „In unserer Schreibwerkstatt kommt es nicht auf Rechtschreibung an, sondern auf eure Fantasie, auf eure Gedanken, auf eure Gefühle. Hier gibt es keine Noten. Hier gibt es kein richtig und falsch. Hier gibt es nur EUCH – mit dem, was ihr denkt, fühlt, hofft, träumt.“
Diese Aussage – gleich beim ersten Treffen – befreite von dem Dilemma, eigentlich ja ganz gern schreiben zu wollen, sich aber nicht zu trauen, weil doch wieder so viel „falsch“ sein könnte.
Auf Wegen, die mal herausfordernd-steinig, mal aufregend- spannend, mal fantasievoll-träumerisch waren, erlebten die Werkstattteilnehmer das Schreiben als Abenteuer. Dabei entdeckten sie Schätze in sich selbst, in Menschen und in der Welt um sich herum.
Sie erlebten Freude am Spielen mit Sprache, staunten über die große Vorstellungskraft, die sie in sich tragen, und erkannten, dass das Schreiben nicht Frust, nicht „pfui“ sein muss, sondern Lust bedeuten und ganz schön „hui“ sein kann. Vielleicht wird der eine oder andere Werkstattteilnehmer ja in die Fußstapfen von Andreas Steinhöfels Rico treten?
Es würde mich sehr freuen!"

Sylvia Eggert

 

Bilder

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 5


Eine Taschendiebin hat Probleme

Es war einmal eine Taschendiebin. Sie hieß Maria und war 13 Jahre alt. Maria hatte blonde Haare, trug am liebsten blaue T-Shirts, Jeans und einen Rock darüber.

Sie hatte keine Eltern mehr und lebte bei Oma und Opa. Das Klauen hatte sie sich angewöhnt, weil sie sich von dem gestohlenen Geld Zigaretten kaufen wollte. Das Rauchen hatte sie sich nämlich schon in jungen Jahren angewöhnt.

Maria lebte mit ihren Großeltern auf einem fremden Planeten namens Jupisat. Dort war es üblich, dass auch die Kinder schon rauchen.

Auf dem Planeten lagen viele riesige Steine herum. Dort, in den Steinen, lebten die Bewohner.

Weil Maria unheimlich neugierig war, versteckte sie sich immer hinter den Steinen und belauschte die anderen Jupisatianer. So hießen die Bewohner des Planeten nämlich.

Eines Tages traf Maria eine sprechende Wühlmaus, die genauso gern rauchte wie Maria und auch so neugierig war. Deshalb verstanden sich die beiden prima. Maria dressierte die Maus als Spionagemaus. Sie wühlte Gänge unter die Steinhäuser, belauschte die Bewohner und erzählte dann Maria, was es so Neues gab bei den einzelnen Familien.

Irgendwann jedoch hatte sich die Wühlmaus völlig überarbeitet beim Graben und sie hatte keine Kraft mehr, konnte nicht den kleinsten Gang mehr zustande bringen.

Deshalb fuhren sie mit einem aufgetunten rosa Traktor, der vorn auf der Lüftung einen schwarzen Totenkopf hatte, los. Der Traktor konnte 2000 km/h rasen und falls Feinde kommen sollten, konnte er sich mit allen möglichen Waffen wehren. Zur Not konnte er auch fliegen.

Nach einer langen Fahrt kamen Maria und die inzwischen fast totkranke Wühlmaus in einen Park. Dort lebte ein ganz besonderer Tierarzt, der hatte aus Wodka eine ganz besondere Medizin gebraut. Mit der löste sich das Problem der Maus fast von ganz alleine. Kaum dass sie einige Schlucke davon getrunken hatte, war sie wieder gesund und munter.

Der Arzt aber war ein vorsichtiger Mann. Er sagte, dass die Wühlmaus einen Rückfall kriegen könnte. Und darum gab er den beiden noch eine Flasche Spezial-Mixery und eine Flasche Super-Energy-Drink (mit 1000 % Alkohol) mit. Die sollte sie in so einem Fall austrinken.

Tja, so funktionierte das mit dem Heilen auf dem Planeten Jupisat.

Nachdem die beiden mit ihrem rosa Traktor wieder zurück in ihrem Heimatort gekehrt waren, lebten sie glücklich und zufrieden und bei bester Gesundheit: Maria und ihre Großeltern und die Wühlmaus, die noch eine Wühlmausfreundin fand und nun zusammen mit ihr für Maria spionierte.“

Gemeinschaftsarbeit Schlossvergschüler

Die Rettung

Es war einmal ein Genie, ein absolut superschlaues Genie, das hieß Prof. Doofenschmerz. Er trug immer einen Erfinderkittel, hatte keine Haare aber dafür einen eckigen Kopf, weil er einen Supertrank zu sich genommen hatte. In seinen Kopf passte ein Computer (statt eines Gehirns) und dort waren so viele Daten gespeichert wie auf der Festplatte eines superschnellen Computers. Deswegen konnte er sich so viel ausdenken und so viel erfinden. Der Professor liebte es, anderen Menschen zuzuhören. Auch dadurch war er sehr klug geworden, denn er lernte viel von dem, was er so hörte. Außerdem las er ganz viele Bücher – so viele, dass er kaum Zeit zum Essen hatte.

Prof. Doofenschmerz lebte auf einer Yacht, die hieß „Ticktanik“ und dort passte etwa eine Million Menschen drauf und zusätzlich konnten noch viel Besucher an Bord gehen.

Eines Tages kam ein Junge an Bord, der hieß Max. Er hatte grauschwarze Haare, trug seltsamerweise eine pink-farbige Mädchenjeans und ein goldenes Hemd sowie eine Hiphop-Kette. Sein Gesicht war ein bisschen schief.

Max hatte ein großes Problem. Seine Freundin war von einen Tag auf den anderen spurlos verschwunden und sie war nirgendwo zu finden. Deswegen war er zu dem neunmalklugen Professor gegangen und hatte ihn um Hilfe gebeten. Er hoffe, dass der ihm helfen konnte.

Der Professor hatte auch tatsächlich eine Idee. Er flog zusammen mit Max mit seinem privaten Segelflugzeug zu einem Zauberwasserfall, an dem auch eine Zauberquelle entsprang. Wenn man auf den Wasserspiegel dieser Quelle schaute, dann konnte man sehen, wo sich andere Menschen befanden und wie es ihnen ging.

Als Max auf den Wasserspiegel der Zauberquelle blickte und ganz fest an seine Freundin dachte, da sah er sie. Und er erschrak furchtbar. Er und der Professor sahen, wie sie mit einem Auto entführt wurde, und dass sie nun in einem Keller eingesperrt war. Aber sie konnten nicht herauskriegen, wo der Keller war. Das Mädchen blutete am Kopf, denn es hatte versucht, sich zu wehren und war dabei mit dem Kopf an ein Rohr an der Kellerdecke gestoßen.

Glücklicherweise hatte der superschlaue Professor eine Maschine gebaut, mit der man den Keller finden konnte. So flogen sie mit dem Segelflugzeug zum Keller, besiegten die Entführer und befreiten Max‘ Freundin. Die beiden waren überglücklich und dankten dem Professor für die Hilfe.

Gemeinschaftsarbeit Schlossvergschüler

Ich-Elfchen

Ich

spiele gern,

besonders mit Legeosteinen,

um Sachen zu bauen –

Architekt.

Christian Wonscherowski, Kl. 6

Ich

mag Meerschweinchen,

streichel sie gern,

weil sie süß sind,

kuschelig.

Madeleine Beer

Ich

liebe Robby.

Er ist süß.

Er mag mich auch.

Liebe.

Carolin Binschak, Kl. 6

Ich

liebe Kino –

wegen der Filme,

wegen des Popcorns auch,

Chips.

Dominik Hinkler, Kl. 6

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