Schläfst Du noch oder träumst Du schon

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Projektdaten:

  • Titel: Schläfst Du noch oder träumst Du schon
  • Bündnispartner 1: Grundschule Buntenskamp, Buntenskamp 22, 21502 Geesthacht
  • Bündnispartner 2: Stadtbücherei Geesthacht, Rathausstraße 58, 21502 Geesthacht
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis in Schleswig-Holstein e.V., Raiffeisenstraße 4, 24768 Rendsburg
  • Autorenpatin: Katharina Mauder, geboren 1982, studierte Medienwissenschaft, Amerikanistik und Germanistik mit Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendliteratur. Schon während des Studiums engagierte sie sich in verschiedenen Formen der Leseförderung und half beispielsweise bei der 5. Frankfurter Kinder-Uni. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zunächst fünf Jahre lang als Kinder- und Geschenkbuch-Lektorin im Schwarzwald. Fast zeitgleich begann sie jedoch, nebenberuflich auch selbst für Kinder zu schreiben, und hat seitdem eine Vielzahl an Bilder- und Vorlesebüchern geschrieben und herausgegeben. 2018 übernahm sie bereits zusammen mit Nadia Malverti die Autorenpatenschaft für die Schreibwerkstatt "Auch Helden fangen klein an". Seit 2015 wohnt Katharina Mauder in Hamburg und arbeitet freiberuflich als Autorin, Lektorin und Redakteurin mit Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendthemen.
  • Zeitraum: 01.01.2019 - 31.12.2019
  • Format: Modul 1 (ganzjährig)
  • Ort: Geesthacht
  • Bundesland: Schleswig-Holstein
 

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft Nr. 124


Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Presse

Download des Buchs (PDF)

Autorenpatenschaft Nr. 124

Cover der Autorenpatenschaft Nr. 124

 

Projektbeschreibung

Das Thema „SCHLÄFST DU NOCH ODER TRÄUMST DU SCHON“ bietet viele verschiedene Denkansätze und Interpretationsmöglichkeiten. Auf der einen Seite steht der einfache nächtliche Traum, der von Realität und Rationalität losgelöst ist. Hier geht es um reine Fantasie ohne irgendwelche Grenzen. Ihm gegenüber, auf der anderen Seite, steht der Traum mit offenen Augen, der Tagtraum, zu dem auch die Begriffe Wunsch, Vorhaben, Ziel und Vision passen. Entsprechend wird hier eine Umsetzung und Verwirklichung möglich und zum Teil sogar impliziert.

Diese Bandbreite von purer Fantasie bis hin zur Realität (und allem dazwischen) ist für Kinder besonders spannend und entsprechend fruchtbar. Die Schreibwerkstatt des Moduls 1 bietet den Kindern ausreichend Raum, um all diese aufregenden Facetten ausgiebig zu erforschen. Dies soll natürlich schreibend passieren, aber auch auch durch das künstlerische Gestalten mit Farben und Collagen. Und eventuell auch mittels theatralischen Elementen.

Ausgehend von den nächtlichen Träumen (egal, ob echte persönliche Erlebnisse oder erfunden) werden wir sowohl schöne Träume (vom Fliegen, Schwimmen mit Delfinen etc.) als auch Alpträume thematisieren. Letztere können bei Interesse zu kleinen Gruselgeschichten ausgebaut werden – die auf einige Kinder eine starke Faszination ausüben! Hier wird es sicherlich auch spannend zu sein, gemeinsam darüber zu philosophieren, warum man überhaupt träumt, wie Träume entstehen, worüber man träumt etc.

Die ohnehin fantastische Eigenart des Traumes ermöglicht es aber auch, noch einen Schritt weiter zu gehen und zu fragen: „Wovon träumt wohl die Platane auf dem Schulhof? Oder die Elbe, die an Geesthacht vorbeifließt? Oder meine Banknachbarin?“

Wenn es um die realistischeren Ziele und Visionen geht, können wir wunderbar über ein paar Vorbilder sprechen, die auch einen Traum hatten, wie z.B. Martin Luther King oder Amna Al Haddad (Gewichtheberin aus den Arabischen Emiraten). Was war ihr Traum? Wie haben sie ihn verwirklicht? Es soll aber natürlich auch um die Träume, Hoffnungen, Ziele, Wünsche der Kinder gehen. Zu jedem Thema werden wir den Kindern passende Anreize und Inspirationsquellen bieten, beispielsweise in Form von Bilderbüchern, Märchen, Beispielgeschichten und Bildkarten.

An der Schreibwerkstatt werden auch Kinder aus der DAZ-Klasse teilnehmen, zu denen viele Flüchtlingskinder zählen. Es wird für alle spannend sein, sich auszutauschen und sich die eigenen Geschichten gegenseitig vorzulesen. Dank dieser Kindern haben wir vielleicht auch die Möglichkeit zu erfahren, ob Träumen in ihrer Kultur eine andere Wertigkeit hat oder ob sie Märchen und Erzählungen über Träume aus ihrem Land kennen.

 

Bilder

Unsere Träume - Animation Workshop im Buntenskampschule Geesthacht

 

Texte der Autorenpatenschaft Nr. 124


Mein Traum

Ich ging die Straße entlang. Ich hörte einen schrillen Schrei. Auf einmal war ich kleiner. Meine Füße und Arme wurden zu Tatzen. Ich bekam überall Fell! Es fühlte sich komisch an, wie die Haare wuchsen. Meine Ohren wurden höher. Ein komisches Kribbeln überzog den Bereich meiner Nase. Ich bekam Schnurrhaare! Die Verwandlung dauerte etwa 5 Sekunden.

Der Schrei hatte aufgehört. So schnell, wie mich diese komischen Füße trugen, rannte ich zu einer Pfütze. Ich erstarrte. In der Pfütze sah ich nicht mehr meinen normalen Menschenkörper, sondern eine Katze! Ich hatte mich in eine Katze verwandelt! Ich hatte braunes Fell mit schwarzen Streifen. Geschlitzte gelbe Pupillen. Meine Pfoten und mein Hals waren weiß. Ich war wirklich eine echte Katze! Vermutlich eine Hauskatze.

Ich lief zu meiner Wohnung und kratzte an der Tür. Mom machte auf und ließ mich sofort rein. Unsere Familie war sehr katzenfreundlich. Ich versuchte zu sprechen. Tatsächlich, es klappte! Ich sprach Menschenworte!

„Mom, ich bin keine Katze. Ich bin’s!“, schrie ich.

Mom ist sofort mit mir zum Arzt gefahren. Plötzlich hörte ich wieder den schrillen Ton. Auf einmal machte es plop und ich war wieder ein Mensch!

„Juhu“, schrie ich. Ich sagte: „Mom, ich bin ein Mensch.“

Ich wachte auf. „Puh“, schnaubte ich. Es war nur ein Traum. Jetzt wusste ich auch, was der Schrei gewesen war. Mom brüllte, dass ich zum Essen kommen sollte.

Mia, 10 Jahre


Franzis Träume

Es war einmal ein Hühnerhaus. Darin waren ganz viele Hühner. Und Franzi war ein Huhn von den ganzen Hühnern. Am nächsten Morgen hat Franzi ein Ei gelegt. Und dann wurde es ganz verrückt. Franzi hat heute kein Wasser gekriegt, sondern Pfefferminztee. Dann rannte Franzi zum Meer. Da war ein Boot. Dann kam eine riesige Welle. Aber Franzi konnte ausweichen. Aber zum Glück war das nur ein Traum.

Josefine, 9 Jahre


Aus MELITA wird eine Geschichte

Meer

Erster

Löwe

Insel

Tiger

August

Am ersten August auf einer Insel streiten sich der Löwe und der Tiger. Sie streiten, weil jeder der König der Insel werden will. Die Insel hat nicht viele Bäume und Früchte. Eines Tages kommt ein starker Sturm auf die Insel. Der Tiger und der Löwe bringen sich in Sicherheit und warten, bis der Sturm vorbei ist. Der Sturm ist vorbei, die Tiere sehen, dass alles weg ist, auch ihre Nahrung. Alles ist im Meer. Der Tiger und der Löwe arbeiten jetzt zusammen und sammeln neue Früchte.

Melita, 10 Jahre


Der Indianerjunge

Es war mal ein Indianerjunge. Er war aber anders als die anderen Indianerkinder. Wenn er Blumenduft roch, veränderten sich die Farben für ihn. Zum Beispiel wurde Rot zu Grün oder Pink zu Blau.

Das Problem war aber, dass niemand ihm glaubte, außer seine beste Freundin. Doch irgendwann glaubten ihm auch die Erwachsenen, denn sie sagten: „Wenn es ein Scherz wäre, würde er es schon lange gesagt haben. Er sagt es schon, seit er sprechen kann. Fünf Jahre.“

Mia, 10 Jahre

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