Die COOLTOUR-Reporter
Projektdaten:
- Titel: Die COOLTOUR-Reporter
- Bündnispartner 1: Oberschule Geestemünde, Flensburger Straße, 27570 Bremerhaven
- Bündnispartner 2: Unerhört – Verein für Neue Musik e.V., Morgensternstraße 6, 27580 Bremerhaven
- Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis im Lande Bremen e.V., Heilsberger Straße 3, 27580 Bremerhaven
- Autorenpate: Julian Heun ist Autor, Poetry Slammer und Moderator. „Er kann auf Alliterationen herumtrakln und Wortungetüme aufschütten, bis das Alphabet knirscht“ (ZEIT Online). Sein erster Roman Strawberry Fields Berlin erschien 2013 bei Rowohlt Berlin, demnächst folgt ein zweiter. Er war Gast des Goethe-Instituts bei internationalen Poesiefestivals in Europa, Afrika, Asien, Süd- und Nordamerika. Julian Heun liebt Veranstaltungen. Er kreiert und moderiert Literatur-, Comedy und Poetry Slam Shows im Strandbad Weißensee, dem Club Ritter Butzke und der Volksbühne wie auch die seine Radiosendung Poetry Blue Moon auf Radio Fritz. Dort produziert er auch die Comedyreihe „Herrn Mangold“, die täglich im Radio läuft. Julian Heun sieht man monatlich bei der Lesebühne Spree vom Weizen und sporadisch als Teil des der Spoken-Word-Ensembles Heun & Söhne mit David Friedrich.
- Zeitraum: 10.02.2025 - 02.07.2025
- Format: Modul 2 (halbjährig)
- Ort: Bremerhaven
- Bundesland: Bremen
Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft
Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.
Download des Buchs (PDF)
Projektbeschreibung
Wo stecken die Worte und Sätze in meinem Kopf, die Bilder, Skulpturen und Musik in meine/unsere tägliche Kommunikation darüber bringen. Warum betätige ich mich gerne kreativ? Und warum ist das überhaupt für mich interessant?
Die COOLTOUR-Reporter bauen eine Brücke zwischen künstlerischem Handeln/Agieren und der Bedeutung dieses Handelns für unser soziales und gesellschaftliches Leben. Das Projekt ist eine Anleitung zur Reflektion, denn gerade die Sprache hat neben ihrer in der Schule häufig überbetonten Berichtspflicht eine so breite und kunstvolle Wirkung, in die wir in diesem Projekt eintauchen wollen.
Die COOLTOUR-Reporter strömen aus, um über künstlerische Schulprojekte zu berichten.
Über Kunst und Kultur schreiben, die womöglichen und die richtigen Worte zu finden, in einer Sprache, die man vielleicht gerade erst gelernt hat, ist für junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren schon eine hohe Hürde.
In unserer Planung für die Projekttage lassen wir einen hohen Anteil an künstlerischer Praxis (von Malerei, Musik, bis hin zum Sterne Gucken) einfließen. Wir sind nicht nur eigeniniativ in verschiedenen praktischen Workshops, die der Verein für Neue Musik organisiert, sondern besuchen auch lokale/regionale Kultureinrichtungen.
Wir sind in Bewegung und werden diese über verschiedene Schreibstrategien beschreiben. Manchmal konkret aus einem Workshopergebnis, manchmal abstrakt, wenn wir unsere Wahrnehmungs- Emotionswelt bei den Kulturbesuchen in ein Gespräch bringen.
Bilder zur Autorenpatenschaft
Texte der Autorenpatenschaft
Skalpell-Rot
Ich fühle mich warm, mein ganzer Körper ist voller Wärme.
Es ist ein Luxus, den nicht jeder hat: das fließende rote Gold in
meinen Adern.
Doch die Blutlosen wollen es stehlen. Es ist das Recht eines jeden
Menschen, diese Wärme zu spüren. Aber die Blutlosen brauchen es,
um ihre riesigen farblosen Maschinen zu speisen. Ich bin der Träger,
die Schatztruhe für ihr ewiges Leben. Das Skalpell ist der Schlüssel
zu dieser Schatztruhe. Das Werkzeug, das einen zum skalpellroten
Blut führt.
Keno
Verbotene Liebe
Die Distanz zwischen uns – nur ein Blick,
eine Mauer aus Stein, ungebrochen.
Deine Stimme: eine Melodie,
meine Gedanken: ein Sturm ohne Himmel.
Blicke im Schweben, Hände im Fallen,
Lieben ein Schatten, nah – nie unser.
Der Geschmack eines Versprechens: bitter, süß,
die Last eines Geheimnisses: schwer, verschlossen.
Ein Moment gestohlen, ein Atem starr,
das Weh eines Herzschlags: leise, stark.
Die Welt im Flüstern, die Nacht zu wach,
zwei Seelen in Flammen, Asche im Wind.
Mercy Lawrence
Wenn du mich so sehen könntest
Wenn du mich fragen würdest, worüber ich jeden Tag nachdenke,
müsste ich mich selbst fragen:
Wie lange ist es her? Ich weiß es nicht mehr.
Die Erinnerungen verschwimmen.
Ungreifbar.
Es fühlt sich an wie gestern.
Aber irgendwie nicht.
Ich weiß nicht, wie oder warum, aber ich wünschte, ich wüsste es.
Ich vermisse die Zeit. Nein, nicht die Zeit, eigentlich nur dich.
Ich vergesse langsam, wie sich deine Stimme, dein Lachen anhören.
Wie du aussiehst.
Alles, was ich habe, sind Bilder in einem kleinen Buch, das andere
für mich zusammengestellt haben.
Ich wünschte, du könntest mich so sehen, bei mir sein und mich verstehen.
Aber du fragst nie.
Marleen

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