Auf den Spuren der Gebrüder Grimm

Projektdaten:

  • Titel: Auf den Spuren der Gebrüder Grimm
  • Bündnispartner 1: Kulturfabrik Bibliothek / Stadt- und Kreisbibliothek, Gerikestraße 3 a, 39340 Haldensleben
  • Bündnispartner 2: Stadt Haldensleben, Markt 20-22, 39340 Haldensleben
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e.V., Paracelsusstraße 2b, 06114 Halle (Saale)
  • AutorenpatInnen:

    Gundula Ihlefeldt wurde am 24.04.1966 in Magdeburg geboren. Studium der Germanistik/Slawistik an der O. v. Guericke Universität Magdeburg, Referendariat, Lehramt für Haupt- und Realschulen. Von 1993 bis 2006 an der Kreisvolkshochschule des Ohrekreises zunächst Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache, dann als Fachbereichsleiterin für die Bereiche Grundbildung (auch mit Menschen mit Behinderungen), Sprachen und Gesundheitsbildung und seit 2007 an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik als Fachschullehrerin tätig. Ihre Leidenschaft ist die Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen. Für diese hat sie mehrere Bücher veröffentlicht und diverse Schreibwerkstätten durchgeführt. 

    Dr. Karsten Steinmetz ist Buchautor und vermittelt unterschiedliche Themen an Kinder- und Jugendliche mit unterschiedlichen Gattungen. Er schreibt sowohl Prosa, Lyrik, Kurzgeschichten und Spoken Words. Er hat creative Writing in Savannah in den Vereinigten Staaten von Amerika studiert. Er hat sowohl in Zeitschriften als auch bereits zwei  Bücher publiziert. Für den Friedrich Bödecker Kreis Sachsen-Anhalt führte er bereits mehrere Workshops mit Kindern und Jugendlichen durch. 

  • Zeitraum: 01.03.2023 - 01.10.2023
  • Format: Modul 2 (halbjährig)
  • Ort: Haldensleben
  • Bundesland: Sachsen-Anhalt

Downloads und Presselinks zur Autorenpatenschaft

Über nachfolgende Links können Sie sich Pressemitteilungen anschauen und das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF runterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Presse

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Inhalt des Buchs 

Cover des Buchs

Projektbeschreibung

Das für Kinder in Haldensleben besonders attraktive Thema „Auf den Spuren der Gebrüder Grimm“ bietet sehr viele thematische Impulse und eine große Bandbreite zur Interpretation, die innerhalb der Schreibwerkstatt systematisch erkundet werden sollen. Der Begriff Märchen stammt aus dem Lateinischen, heute verstehen wir unter einem Märchen eine phantasievolle Prosaerzählung. Märchen sollen Kinder auf einem guten Weg begleiten. Sie spenden Trost, festigen das Vertrauen und den Glauben an das Gute im Menschen. Volksmärchen spannen den Bogen von früheren Zeiten in die Gegenwart. Märchen wurden über lange Zeit fast ausschließlich mündlich überliefert das bekannteste deutsche Märchenbuch sind die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm aus dem 19. Jahrhundert. Haldensleben hat eine enge Verbindung zu den Gebrüdern Grimm, denn die Enkeltochter von Wilhelm Grimm, Albertine Plock, hat in Haldensleben gelebt.

Volksmärchen wurden nicht von einem Verfasser aufgeschrieben, sondern stammen vom Volk. Sie sind gekennzeichnet durch einfache Strukturen, eine leicht verständliche und bildhafte Sprache und typische Gestalten. Volksmärchen handeln vom Streben und dem Glück der Erfolglosen nach einem besseren Leben. In den Volksmärchen siegt das Gute über das Böse, somit vermitteln die Märchen durch den Sieg der Helden, dass sich niemand zu ängstigen braucht. Die Märchen dienen dazu, den Kindern Zuversicht und Vertrauen zu vermitteln. Sie zeigen, dass sich Wünsche erfüllen können und, dass jeder eine Chance hat, dass die Gerechtigkeit über Unrecht siegt. Durch Märchen wird unser Kulturgut weitergegeben, daher haben Märchen in der heutigen Zeit nicht an Aktualität verloren, im Gegenteil zeichnen sie sich durch eine Lebensnähe aus. Märchen fangen die Leserinnen und Leser mit ihrem Zauber ein. Kinder lauschen voller Spannung und denken sich gern mit großer Fantasie eigene Märchen aus. Die positive Wirkung, die Märchen auf Kinder ausüben, tragen zur Leseförderung bei. So fördern sie die Aufmerksamkeit und Konzentration, insbesondere beim Zuhören von Lesevorträgen. Durch das eigene Schreiben werden die Kreativität und Fantasie der Kinder gefördert. Außerdem besteht eines der Projektziele darin, die sprachlichen Fähigkeiten zu erweitern und zu fördern. Durch die Lehre, Moral und die Lebensweisheiten, die in Märchen erzählt werden, erfolgt eine Vermittlung bestehender Werte und Normen. Somit haben Märchen auch die Funktion einer Wertevermittlung. Im Rahmen des Projektes sollen diese auch Gegenstand sein, beispielsweise wären hier Werte wie: Vorbilder, Höflichkeit, Güte usw. zu nennen

Bilder zur Autorenpatenschaft

Texte der Autorenpatenschaft

Es war einmal eine Königin, die lebte mit einem König in einem großen Schloss. Sie hatten ganz viel Geld. Sie hatten zwei Kinder. Das waren ein Prinz und eine Prinzessin. Er hieß Max, und die Prinzessin hieß Klara. Sie hatten ein großes Zimmer. In dem Zimmer standen ein großes Bett und ein großer Kleiderschrank. Der Kleiderschrank hatte eine Geheimtür. Max sagte zu Klara: „Heute ist so ein schöner Sommertag. Wollen wir ein Picknick machen?“
„Ja.“ antwortete Klara.
Nun schleichen sie heimlich in die Küche und backen einen Kuchen. Mit einem Korb voller leckerer Sachen gehen sie in ihr Zimmer. Jetzt öffnen beide ihren Schrank mit tollen Kleidern und gehen durch diesen hindurch. Als Klara und Max die Geheimtür geöffnet hatten, waren sie im Traumland auf einer nach Blumen duftenden Wiese. Der Prinz und die Prinzessin setzen sich auf ihre Decke und essen von ihren Leckereien. Sie legen sich hin, schauen in den Himmel und schlafen ein. Max und Klara träumen von einem Urlaub mit Sonne und Meer.
Trudi, 7 Jahre

Es war einmal eine Ananas. Darin wohnte ein Fisch namens Ente. Unter dem Wasser gab es ein Haus mit vielen Zimmern. In dem Haus wohnen Hai August, Krake Fridolin, Qualle Fritz und die Seegurke Ben. Ente übernachtet einen Tag bei ihren Freunden in dem Haus. Sie spielen Memory, schauen Fernsehen und essen Algen. Der Sand vor dem Haus versperrt die Tür, sodass sie nicht mehr herauskamen. Mit dem Telefon rufen sie Seegurke Eddy an.
„Hilfe, Hilfe!“, ruft Qualle Fritz.
Krake Fridolin: „Wir kommen nicht mehr aus dem Haus heraus.“ „Oje. Ich komme und rette Euch“, sagt Gurke Eddy. Seegurke Eddy nimmt seine Schaufel und schwimmt los. Am Haus angekommen, schaufelt er den Sand weg. Alle kamen aus dem Haus heraus und freuten sich.
Als ich gestern mit dem Auto zur Schule fuhr, dachte ich, es wäre ganz normal Schulunterricht, doch auf einmal fand dort eine Feier statt. Ich ging verwundert hoch in den Klassenraum. Dort oben ging die Party richtig ab.
„Hey, was geht ab, wir feiern die ganze Nacht.“ Da ich zuvor beim Sport war, war ich ganz schön erschöpft. Trotzdem musste ich einfach tanzen und mein Haar kräftig schütteln.
Ben, 7 Jahre

Es war einmal ein kleines Rotkäppchen. Sie fuhr mit einem Lamborghini durch den Wald. Dann hat sie einen Wolf gesehen, und er wollte sie angreifen. Sie wollte schnell wegfahren, aber Rotkäppchen hat ihn aus Versehen überfahren. Dann kam ein Polizist. Er fuhr mit einem Kinderfahrrad und hatte einen Helm mit Schmetterlingen.
Gekommen ist er aus dem Baby-Land. Er hat sie verfolgt, und dann blieben er und sie stehen und sie hat ihm aus Versehen auf seinen Mund gehauen. Doch sie sagte schnell: „Dein Mund kaputt, Rotkäppchen macht wieder gut.“ Sie hatte rosige, glitzernde und flauschige Handschuhe. Dann fuhr sie nach Hause und sagte: „Großmutti, ich bin da!“, und sie war sehr froh.
Maksym, 10 Jahre

Es war einmal ein Blütenblatt.
Es war so schön und hieß „Matt“.
Aber es jammerte hin und her:
Ach, ich wär so gern am rauschenden Meer.
Meine Freunde und ich.
Dachte es und lächelte innerlich.
Nur ließe sich das nicht zur Wahrheit bringen.
Da hörte es die Vögel singen
und konnte sich besinnen.
Es erinnerte sich daran,
dass es was anderes hatte,
und das war die Freiheit,
sich im Wind zu biegen
und hin und her zu fliegen.
Evelina, 10 Jahre

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