Demokratie (Teil 2) – Begegnungsgeschichten

Projektdaten:

  • Titel: Demokratie (Teil 2) – Begegnungsgeschichten
  • Bündnispartner 1: Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld, Dorfstraße 21, 24536 Neumünster
  • Bündnispartner 2: Stadtteilbücherei Einfeld, Dorfstraße 21, 24536 Neumünster
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis in Schleswig-Holstein e.V., Raiffeisenstraße 4, 24768 Rendsburg
  • Autorenpatin: Ann Cathrin Raab arbeitet seit ihrem Diplom im Fach Illustration (HAW Hamburg 2007) freiberuflich als Illustratorin und Grafikerin und ist Autorin vieler ihrer Bilder- und Kinderbücher. Diese haben mehrfach Auszeichnungen erhalten. Frau Raab hält zudem Lesungen und leitet Workshops und Malkurse. Im Jahr 2023 eröffnete sie das Atelier RaBu, eine Malschule in den Räumen des Kreativhof-NMS.
  • Zeitraum: 22.01.2026 - 13.09.2026
  • Format: Modul 2 (halbjährig)
  • Ort: Neumünster
  • Bundesland: Schleswig-Holstein

Downloads und Presse zur Autorenpatenschaft

Über nachfolgende Links können Sie sich das Buch mit den Projektergebnissen nach Fertigstellung als PDF herunterladen. Zur Ansicht wird ein PDF Reader benötigt.

Download des Buchs (PDF)

Inhalt des Buchs 

Projektbeschreibung

Was passiert, wenn sich Menschen begegnen? Wie können Konflikte gelöst werden? Und was sind eigentlich demokratische Werte? – Wir entwerfen Charaktere, zeichnen und bauen sie als Marionetten, spielen mit ihnen, diskutieren und probieren. Mithilfe von kreativen Schreibübungen und spielerischen Methoden zum Aufbau von Texten lassen wir sie Geschichten erleben. Wir spielen mit ihnen, diskutieren, probieren, schreiben und illustrieren. Am Ende des Projekts werden die entstandenen Werke in einer Lesung mit Ausstellung präsentiert und ein Marionetten-Theater aufgeführt.

Bilder zur Autorenpatenschaft

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Texte der Autorenpatenschaft

Die Reise in ein fremdes Land

Hallo! Wir sind Toni und Titato, wir sind die besten Freundinnen auf diesem Planeten, der ganz weit weg ist von der Erde. Heute fahren wir in ein fremdes Land mit unserem großen Wohnwagen. Der große Wohnwagen heißt Topolino. Erstmal packen wir unseren Koffer. In den Koffer packen wir unsere Bettwäsche, unsere Klamotten und unsere Handtücher.
Nach dem Kofferpacken, packen wir in unsere Tasche etwas zum Essen, etwas zum Naschen und etwas zu trinken.
Wir steigen nach einer Minute schon ein.
Nur noch 10 Sekunden. Nur noch 5 Sekunden …
Wir steigen jetzt schon ein, wir fahren los: Yeeeah!
Oh nein, wir haben den Koffer vergessen! Wir müssen zurück fahren sofort, okay?
Jetzt haben wir alles mit!
Zwanzig Stunden später sind wir angekommen.
Wir steigen aus.
„Oh! Ist das ein schöner Planet!“
Da kommt eine Frau auf uns zu und sagt: „Ihr sollt hier sofort verschwinden, sonst passiert was Gruseliges!“
„Aber – aber wir sind jetzt erst gekommen!“
„Das ist mir egal! Jetzt verschwindet!“, schreit die Frau.
Sie sagt: „Ich komme in 20 Sekunden wieder“, und geht weg.
Wir haben natürlich Angst, aber wir wollen nicht jetzt schon wieder zurück fahren. Das finden wir sehr ärgerlich.
Also überlegen wir, aber uns fällt nichts ein.
10 Sekunden sind schon um, 10 Sekunden haben wir noch.
Wir haben Angst.
Aber da fällt uns was ein!
Wir verkleiden uns als eine alte Oma und ein alter Opa.
Wir müssen aber erstmal solche Kleidung kaufen …
Wir müssen Gas geben!
„Ja, das passt gut!“
Wir legen irgendwas in den Korb und gehen zum Wohnwagen, damit wir uns umziehen können.
„Das passt aber super!“
„Wir müssen jetzt wieder zum Platz, wo wir vorher waren.
Hoffentlich passiert nichts Gruseliges, wie die Frau gesagt hat!“
Toni sagt: „Ich habe Angst!“
„Toni, wir sind stark!“, sagt Titato.
Nach 10 Sekunden sind wir da, und da ist die Frau von heute Morgen und sucht nach uns. Wir tun so, als wenn wir zwei
alte Leute sind. Die Frau geht dann bald.
Und wir gehen wieder zum Wohnwagen und verkleiden uns als zwei coole Mädchen. Wir gehen dann noch einmal
raus. Die Frau ist aber nicht da.
Wir warten, ob die Frau wiederkommt.
Zum Glück kommt sie nicht. Dann gehen wir zum Wohnwagen zurück.
Und es ist schon spät!
Wir sind müde geworden und nicht mehr raus gegangen.
Wir haben unser Bett bereit gemacht und sind schlafen gegangen.
Am nächsten Tag haben wir uns darüber unterhalten, warum die Frau so gemein war. Das lag bestimmt daran, dass unsere
Haut bunt ist und die von denen einfach nur braun. Sie denkt bestimmt, wir passen da nicht hin.
Jetzt fahren wir zurück nach Hause.

Hafsa und Alea

 

Die Wieliluss

Jame und Finn treffen sich.
„Was ist das, Finn?“
„Das ist ein Ding! Da kommen die Wieliluss von der anderen Seite unseres Planeten N286 raus.“
„Was wollen die von uns, Finn?“
„Weiß ich nicht!“
„Schnell! Wir rennen weg!“
„Ja, die sind anstrengend! Wir schließen uns ein.“
„Gebt uns den Kristall!“, schreien die Wieliluss.
„Hä? Welchen Kristall?“, sagen Finn und Jame.
„Der unter der Erde!“
„Häää?“
„Wir können nicht graben. Ihr schon! Also los! Bis Überübermorgen, sonst stirbt unser Boss!“
Jame und Finn sagen: „Bei uns ist es aber dann dunkel, weil der Kristall uns Licht gibt!“
„Finn, wir müssen zur Erde fliegen und uns zur Sicherheit zum Kämpfen ausrüsten.“
„Wie denn?“
„Ich habe was eingebaut. Deine zwei Häuser können mit Raketenantrieb angetrieben werden!“
„Hä, Jame?“
Jame hatte ihm das bisher nicht gesagt.
„Upsi.“
„Alles gut, Jame.“
„Danke. Also, let's go!“
Zwei Tage später: „Oooh! Guck! Das Ding! Nein! Da kommen die Wieliluss wieder raus!“
Finn sagt: „Wollen wir mit ihnen reden, Jame?“
„Gute Idee!“
„Wollen wir den Kristall auf die Linie zwischen die Hälften legen?“
Die Wieliluss wollen nicht.
Der Kampf geht los.
„Die kleinen Wieliluss haben wir besiegt!“
Jetzt kommt der Klieluss, der hat eine Feuerfackel, zwei Hörner wie ein Teufel, ein Schwert und guckt böse.
„Der ist aber groß!“
„Wo sind die Wieliluss?“
„Gefangen!“
„Was? Ich bin sauer! Gib mir den Kristall!“
„Nö! Geh weg!“
„Nein, erst den Kristall!“
„Auf ihn!“
Geschafft. „Das war schwer, Jame!“
„Oh nein! Da kommt der Boss von den Wieliluss!“
„Los, Jame! Wir nehmen unser Zusammenhalt-Schwert.“
„Stopp! Das ist eine gute Idee!“, ruft der Boss. „Wir tun den Kristall auf die Linie zwischen unsere Hälften.“
„Okay, das ist fair“, sagen die beiden und legen das Schwert weg. Sie lassen die Wieliluss frei.
Der Boss sagt: „Seid nett zu den beiden!“
Jetzt leben sie alle in Frieden zusammen.

Samy

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