que(e)rgelesen
Projektdaten:
- Titel: que(e)rgelesen
- Bündnispartner 1: Regionales Bildungsbüro (RBB) Mönchengladbach, Voltastraße 2, 41061 Mönchengladbach
- Bündnispartner 2: Städtisches Gemeinschaftszentrum "Das Westend", Alexianerstraße 6, 41061 Mönchengladbach
- Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis in Nordrhein-Westfalen e. V., Wülfrather Straße 2, 42579 Heiligenhaus
- Autorenpat*innen:
Die Essener Slam Poetin Kim Catrin steht seit 2016 auf Bühnen. Sie hat an die 900 Auftritte gesammelt, das ganze Land bereist und ist in diversen Slam-Meisterschaften und Finalentscheiden angetreten. Mit ihren Texten, die die ganze Palette von bewegender Lyrik zu humoristischer Prosa abdecken, brachte sie 2024 ihre eigene Textsammlung “Buchstabieren durchgespielt” heraus. Abseits der Bühne setzt sich Kim Catrin für Nachwuchsförderung und Gleichstellung in der Szene ein, unter anderem als U20-Beauftragte im Vorstand der Slam Alphas.
Sven Hensel aus Bochum ist Slam Poet und trat seitdem bei über 1260 Veranstaltungen in ganz Europa auf. 2015 wurde er U20NRWMeister im Poetry Slam, seitdem organisierte und moderierte er diverse Queer Poetry Slams sowie CSDs und gibt Workshops im gesamten deutschsprachigen Raum. 2023 erhielt er für seine Arbeit & sein Engagement in der Community die Ehrennadel der Bochumer Aidshilfe. Veröffentlichungen: "Aufhause - von Zugvögeln und Fernverkehrern"„Tintenfrische III“, „Fantastische Queerwesen und wie sie sich finden“, Lyrik ist nice und macht Spaß".
- Zeitraum: 01.04.2026 - 01.05.2026
- Format: Modul 3 (kurzzeitig)
- Ort: Mönchengladbach
- Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Downloads zur Autorenpatenschaft
Für diese Maßnahme ist auf Grund der kurzen Dauer keine Publikation vorgesehen. Texte und Bilder des Projektes finden Sie weiter unten.
Projektbeschreibung
Partizipation ist ein wichtiger Grundstein der pädagogischen Arbeit. Aus diesem Grund wird der Ablauf gemeinsam mit den Teilnehmenden besprochen, z.B. ob sie sich dafür entscheiden, als Gruppe eine Führung zu queerer Literatur in der Stadtbibliothek wahrzunehmen, ob sie die queere Medienkiste der Stadtbibliothek kennenlernen möchten oder ob sie sich für Alternativen zur Beschäftigung mit queerer Literatur entscheiden. Auch der Zeitpunkt für die Entwicklung der Avatare wird gemeinsam mit den Jugendlichen entschieden.
Inhaltlich ist das Projekt darauf ausgerichtet, den Jugendlichen textliche Mittel an die Hand zu geben, um ihre Identität und ihre Gefühle in Worte fassen zu können. Dazu gehört das Erarbeiten stilistischer Mittel, das Erkunden verschiedener Textformen, die Analyse von queerer Repräsentation in veröffentlichter Literatur sowie die Erschließung eines fertigen Textes als Spoken Word-Performance.
Die einzelnen Werkstattstunden werden sich – je nach Bedürfnis der Teilnehmenden – entsprechend schwerpunktmäßig so ausrichten, dass verschiedene Schreibübungen abgedeckt werden und es immer wieder Feedbackrunden gibt, sodass die Jugendlichen auch die Texte der anderen in verschiedenen Stadien des Prozesses erleben.
Das Projekt endet mit einer Lesung vom Autor Sven Hensel mit den Teilnehmenden in der 20. Kalenderwoche. Die entwickelten Texte können durch die Avatare oder die Jugendlichen selbst vorgetragen werden, nach individuellem Wunsch der Teilnehmenden. Die Lesung findet im Gemeinschaftszentrum Westend statt. Dazu wird der Friedrich-Bödecker-Kreis herzlich eingeladen.
Die Ergebnisse der Schreibwerkstatt werden im Rahmen des CSD Mönchengladbach 2026 in Form von Videos öffentlich präsentiert. Die Videos mit den Avataren werden gemeinsam mit der Bildungsmanagerin für MINT und digitale Bildung des RBB entwickelt. Im Rahmen der Schreibwerkstatt werden Jugendliche mit Hilfe KI-gestützter Anwendungen sprechende Avatare erstellen. Die Avatare bieten den queeren Jugendlichen die Möglichkeit, ihr Selbstbild kreativ in eine "Persona", also einen Avatar, zu übertragen. Das bedeutet z.B., dass eine nicht geoutete trans Person einen Avatar erstellen kann, der dem eigenen Selbstbild entspricht, unabhängig von dem aktuellen äußeren Erscheinungsbild der Person. Damit erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Texte anonym vorzutragen und gleichzeitig ihrer eigenen Identität Ausdruck zu verleihen. Dabei erfolgt die Bildgenerierung der Avatare über Leonardo AI, die Audiogenerierung der gesprochenen Texte über ElevenLabs, und die Animation mit Lippen-Synchronisation wird mittels D-ID realisiert. Dieses Zusammenspiel ermöglicht zudem eine interaktive Medienerfahrung, die digitale Kompetenzen und den verantwortungsvollen Umgang mit KI fördert.
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