Auf den Spuren von James Krüss – ein neuer Schreibworkshop auf Helgoland

Projektdaten:

  • Titel: Auf den Spuren von James Krüss - ein neuer Schreibworkshop auf Helgoland
  • Bündnispartner 1: Schule am Ernst-Reuter-Platz, Hafenstraße 122, 27576 Bremerhaven
  • Bündnispartner 2: Deutsches Schifffahrtsmuseum, Hans-Scharoun-Platz 1, 27568 Bremerhaven
  • Bündnispartner 3: Friedrich-Bödecker-Kreis im Lande Bremen e.V., Heilsberger Straße 3, 27580 Bremerhaven
  • Autorenpatin: Anja Tuckermann ist aufgewachsen in Berlin-Kreuzberg, wo sie heute noch lebt. Ihr erster Roman Mooskopf erschien 1988. Seit 1992 freischaffende Schriftstellerin und Journalistin, schreibt Romane, Erzählungen, Bilderbuchgeschichten, Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke, Libretti. Ihre Werke wurden in 15 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für Denk nicht, wir bleiben hier und dem Friedrich Gerstäcker-Preis für Mano, der Junge, der nicht wusste, wo er war.
  • Zeitraum: 16.05.2025 - 19.05.2025
  • Format: Modul 4 (Kompaktmodul mit Übernachtung)
  • Ort: Helgoland
  • Bundesland: Bremen

Downloads zur Autorenpatenschaft

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Inhalt der Broschüre

 

Projektbeschreibung

Im Werk von James Krüss kommen immer wieder die Boys vor, der alte Boy und der junge Boy, Urgroßvater und Urenkel. Sie dichten zusammen, sie besprechen sich, so wie im Buch „Mein Urgroßvater, die Helden und ich“. Es geht um die kleine Insel und die weite Welterfahrung. Dazu gehören natürlich das Weltwissen, aber auch Wolken, Wellen, Wind, Stürme, Tod und Leben, Klippen, Felsen, Möwen und Menschen, die kommen und gehen wie Ebbe und Flut. Und Geschichten. Vielleicht auch Heldinnen und Helden.
Die Kinder und Jugendlichen der Schreibwerkstatt erfahren die Natur und bringen ihre Geschichten mit. Was ihnen wichtig ist, werden sie aufschreiben und mit dem Erleben der besonderen Umgebung verknüpfen. So wie der kleine Boy können sie ihren eigenen Erzählton entdecken, die Wellen und den Sturm im Kopf einfangen und Erinnerungen fischen, dem Felsgeflüster lauschen und sehr wahrscheinliche und ganz unwahrscheinliche Geschichten und Gedanken notieren. Was entsteht, werden sie vortragen, den anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, den Möwen, einem geehrten Publikum.

Bilder zur Autorenpatenschaft

Texte der Autorenpatenschaft

Helgoland
Ich sitze am Abgrund der Klippe. Es ist mal leise, mal laut. Es ist schön, aber auch bedrohlich. Ich sehe die Steine, die mich verletzen können und die Algen, die mich ins Wasser ziehen werden, wenn ich falle. Ich könnte versuchen zu schwimmen, was mir bei der Kälte im Wasser nicht gelingen würde. Ich sitze hier und schaue einfach runter, in das Wasser, auf die Wellen, die Steine und Algen, es ist gefährlich und trotzdem schön. Ich sehe Quallen vor mir tanzen, sie bewegen sich kaum und lassen sich von den rauschenden Wellen lenken. Wenn ich nach vorne schaue, sehe ich nur das Wasser, wie es weich und wundervoll in der Sonne glitzert. Manchmal, wenn ich hier sitze, denke ich einfach nach, wie es wohl wär, wenn ich jetzt rein fallen würde. Wie das wohl ist, mich auch, wie die Quallen, im kalten Wasser von den Wellen bewegen zu lassen. Wäre bestimmt schön.
Nantje

Die Ruhe
Ich mag Ruhe sehr, wenn ich zum Beispiel alleine sitze nachts, während ich Tagebuch schreibe, in der Stille, aber man im Hintergrund Regentropfen hört, es mag vielleicht laut sein, aber es ist sehr beruhigend.
Die Stille morgens ist auch sehr beruhigend, wenn man in der Küche mit einem leichten violetten Licht und Licht von draußen, das rein leuchtet, ist und man sich selbst Frühstück macht. Und währenddessen hört man den leichten Wind von draußen und die singenden Vögel.
Ich finde es sehr beruhigend.
Bis jemand aufwacht, dann ist die Laune ruiniert, halt weil die Mutter singt, während sie Kaffee macht, weil sie sehr gut gelaunt ist.
Es ist dann laut und man hat keine Ruhe mehr.
Es ist auch ein schönes Gefühl, wenn man am Frühstücken ist und man Geräusche vom Hintergrund hört und nicht redende Menschen.
Es ist auch ein schönes Gefühl, wenn man nachts Tagebuch schreibt, mit einem orangenen Licht, diese Stille, wo man seine eigenen Gedanken laut findet.
Beim Schreiben denkt man so viel nach, dass man so richtig in die Vergangenheit zurückkehrt.
Man merkt dann, dass man nicht mehr in so einer Situation ist und dass das alles nur in der Vergangenheit ist.
Morgens sind die Gedanken aber auch laut, weil es ruhig ist, man kocht sich etwas und man denkt, denkt und denkt.
Die Ruhe gibt dem Gehirn Zeit nachzudenken.
Ich liebe die Ruhe sehr.
Raghad

Insel
Windrauschen in den Ohren, Gras fühlend, auf dem ich liege, der Himmel schaut mich an und das Meer liegt zu meiner Rechten. Das Salz, was mir aufs Gesicht weht, kommt aus dem Meer, so blau wie ein Saphir. Es ist hypnotisierend, diese Tiefe, diese Vielfalt. Es schimmert in Grün, Türkis und Weiß und die Wellen wirbeln den Sand unter Wasser auf. Das Wasser ist klar und die Sonne wirft faserig ihren Schein ins Wasser. Das Gras so saftig grün und weich und kühlend. Auch da gibt es Vielfalt von den Ameisen zu meiner Linken und dem Schmetterling, der auf der Blume ruht. Ganz anders als die Betonblöcke die Straße aufwärts. Hart und abweisend, kalt und unfreundlich. Die Menschen sind gestresst und suchen nach Erfüllung in dieser Kälte. Dabei ist es doch so viel schöner hier draußen. Mutterseelenallein und friedvoll, idyllisch und still. Leise doch imposant und stolz doch dennoch demütig. Einfach wunderschön.
Jana

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